Wenn die „Physikanten und Co.“ die Welt erklären, erscheinen physikalische Phänomene wie Magie: Ein Laserstrahl wird zum elektrischen Bass, riesige Wirbelringe lassen selbst Harry Potters Patronus blass aussehen. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr hatte die Hector-Kinderakademie Höchenschwand am vergangenen Mittwochabend wieder zu einer Wissenschafts-Show mit Rainer Grünebaum und Klaus Prangenberg eingeladen und die rund 450 Gäste im ausverkauften Kursaal waren begeistert von den verblüffenden Experimenten und der lockeren Art, mit der die Beiden hoch komplexe naturwissenschaftliche Phänomene erklärten.

Christine Brazel von der Hector-Kinderakademie begrüßte die Gäste und ordnete in ihrer Anmoderation die Unterrichtsinhalte der Grundschule Höchenschwand und der Kinderakademie zum Thema Raumfahrt ein. Aus Anlass des 50. Jahrestages der ersten Mondlandung hatten beide Schulen dieses Thema in den Unterricht aufgenommen. So befassten sich die Schüler der Hector-Kinderakademie unter anderem auch mit der Apollomission oder den zwei Raumfahrten des deutschen Astronauten Alexander Gerst aus Künzelsau.

Symbiose aus Entertainment und Wissenschaft

Das Geschehen auf der Bühne begeisterte danach sowohl die Erwachsenen als auch die Schüler. Rainer Grünebaum und Klaus Prangenberg gehören seit 18 Jahren zum Team von Marcus Weber, Kopf und Gründer der Physikanten. Mit ihrer spektakulären Show zeigten sie, dass die perfekte Symbiose aus Entertainment und Naturwissenschaft gelingen kann. Vermeintlich schwierige wissenschaftliche Phänomene werden dabei leicht und vergnüglich präsentiert und verblüffende Experimente bringen die Gäste immer wieder zum Staunen, für die so ein Abend glamourös wie ein Besuch im Varieté und so witzig wie eine Comedy-Show ist.

Vom Ottomotor zum Raketenantrieb

Grünebaum und Prangenberg ließen im Kursaal mit einem gewaltigen Knall ein Fass implodieren, brachten flüssigen Stickstoff in einer Kunststoffflasche, in einem Fass gesichert, zur Explosion oder experimentierten mit Knallgas und Benzin, um den Ottomotor zu erklären. In einigen Versuchen befassten sich die Wissenschaftler mit dem Antrieb von Raketen, den Druckverhältnissen im Weltraum und der notwendigen Beschaffenheit einer Raumkapsel oder zeigten mit Hilfe eines Wasserglases die Wirkung der Zentrifugalkraft. Natürlich wurden auch Schüler in das Programm eingebunden, wie beispielsweise bei der Erklärung der Schwerelosigkeit bei einem Parabelflug.

Schüler Julian stellte sich als Freiwilliger zur Verfügung bei der Demonstration einer „Wasser-Parabel“.
Schüler Julian stellte sich als Freiwilliger zur Verfügung bei der Demonstration einer „Wasser-Parabel“. | Bild: Stefan Pichler

Am Ende der spektakulären Show gab es langanhaltenden, begeisternden Applaus.