Mit einer Bauvoranfrage des Mobilfunknetzbetreibers Vodafone zum Bau eines Funkmastes beim Scheitelbehälter in Tiefenhäusern befasste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Die Beauftragte der Firma, Corinna Fischer, erläuterte dem Gemeinderat die Planungen zum Bau einer Mobilfunkstation in Höchenschwand.

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Da der Pachtvertrag für den bestehenden Funkmast auf einem Privatgelände bei Brunnadern vom Grundstückseigentümer nach 20 Jahren nicht mehr verlängert werde, habe Vodafone nach Alternativen gesucht. Der Funkmast werde gebraucht, um nach Auslaufen des Vertrages 2020 weiterhin ein funktionierendes Funknetz auf dem Höchenschwanderberg gewährleisten zu können.

Alternativer Standort in Tiefenhäusern

Auf Grund einer Anfrage bei der Gemeinde Höchenschwand habe die Verwaltung einen alternativen Standort auf dem Gelände des Zweckverbandes Gruppenwasserversorgung Höchenschwanderberg beim Scheitelbehälter in Tiefenhäusern ins Gespräch gebracht. Der dort in der Nähe stehende Mast sei für die Abdeckung von Höchenschwand nicht geeignet, er werde aber für die Netzabdeckung des Albtales verwendet.

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Fischer nannte auch einige Einzelheiten zur Beschaffenheit und Größe des Bauvorhabens. Der Mast könne an dem Standort als privilegiertes Bauvorhaben erstellt und solle zwischen 20 und 25 Meter hoch werden. Angedacht worden sei zunächst eine Stahlkonstruktion, letztlich habe Vodafone aber entschieden, den Masten zu betonieren. Zusammen mit der Antenne strebe das Unternehmen eine Gesamthöhe zwischen 30 und 40 Meter an. Mitbenutzer der Anlage wäre der Netzbetreiber Telefonica. Eine Abdeckung mit 5G sei zwar nicht realistisch, aber mit diesem Mast könne das Unternehmen weiterhin flächendeckend 2G und 4G auf dem Höchenschwanderberg realisieren, ist sich Fischer sicher.

Nach einigen Rückfragen stimmte der Gemeinderat der Bauvoranfrage grundsätzlich zu. Nun muss ein Vertrag zwischen dem Zweckverband Gruppenwasserversorgung und Vodafone geschlossen, ein Bodengutachten erstellt und der Bauantrag eingereicht werden – das soll noch in diesem Jahr geschehen.

Bauvorhaben Thema in Sitzung

Auch das Baugebiet „Auf der Halde“ in Höchenschwand war Thema der Gemeinderatssitzung: Ernst Kaiser, vom gleichnamigen Planungsbüro, erläuterte dem Gemeinderat die Ergebnisse der Stellungnahmen aus der Offenlage und Behördenbeteiligung zur dritten Änderung im vereinfachten Verfahren des Teilbebauungsplans zwei. Der Bauherr plane, an dem Standort einen Gebäudekomplex mit 16 Wohneinheiten zu erstellen.

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Das Bauvorhaben entspräche im Wesentlichen den Bedingungen des Bebauungsplanes. „Wir haben lediglich das Baufenster etwas vergrößert und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst“, sagte Kaiser. Der Naturschutz habe nun darauf hingewiesen, dass bei den Außenanlagen Steingärten in einem Ausmaß von über zehn Quadratmetern unzulässig seien. Von der Baurechtsbehörde wurde eine Klarstellung bei der Erstellung von Garagen, Carports und Stellplätzen außerhalb der Baugrenzen angeregt. Weitere Anregungen habe es nicht gegeben.

Der Bauantrag von Michael, Markus und Patrick Schmidt auf Abriss des bestehenden Gebäudes und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohneinheiten und Garagen auf einem Grundstück im Haldenweg wurde vom Gemeinderat befürwortet.