Höchenschwand Vincent De Zaeytydt aus Arradon sagt über seinen Job im Hotel "Adenia": „Ich hatte große Schwierigkeiten mit den verschiedenen Dialekten“

Seit vier Jahren geben die Betreiber des Hotels „Adenia“ in Höchenschwand, Daniel Ackle und Thom Trachsel, Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt Arradon die Möglichkeit, über einen Ferienjob in den Berufsalltag eines Hotelbetriebs zu schnuppern und dabei ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache zu verbessern. Vincent De Zaeytydt ist einer von ihnen und spricht über seine Erfahrungen.

Herr De Zaeytydt, weshalb haben sie sich in Höchenschwand beworben?

Mein Freund Loic Portier war im letzten Jahr hier in Höchenschwand und davor war schon sein Bruder hier. Beide haben mir von ihrer Zeit in Höchenschwand und ihrem Job im Hotel „Adenia“ erzählt. Sie waren ganz zufrieden. Da ich in Michigan/USA studiere und einen Ferienjob suchte, habe ich Kontakt mit Thom Trachsel und Daniel Ackle aufgenommen. Ich habe mich sehr gefreut, dass beide mich genommen haben.

Sie sprechen ja schon ganz gut Deutsch. Haben Sie Deutsch in der Schule gelernt?

Für das Abitur ist bei uns in Frankreich Englisch ein Pflichtfach. Für die zweite Fremdsprache hatte ich die Wahl zwischen Spanisch und Deutsch. Ich habe Deutsch gewählt, weil mir diese Sprache besser gefiel aber auch, weil Arradon seit vielen Jahren eine Jumelage mit der deutschen Gemeinde Höchenschwand hat.

War das ihr erster Aufenthalt in Deutschland?

Nein, vor fünf Jahren war ich als Austauschschüler vier Monate in Bremerhaven. Ich habe dort bei einer deutschen Familie gelebt und bin dort auch zur Schule gegangen.

War der Wechsel vom Leben eines Studenten in den Berufsalltag für Sie schwierig?

Die Umgewöhnung war für mich schon schwierig. In den ersten vier Wochen war ich immer müde. In den Arbeitspausen und abends habe ich viel geschlafen. Im zweiten Monat ging das alles viel besser.

Sie waren teilweise auch im Service eingesetzt. Hatten sie Probleme mit der Verständigung?

Natürlich, denn ich hatte große Schwierigkeiten mit den verschiedenen Dialekten. Wir haben hier im Hotel Gäste aus der Schweiz, aber auch aus dem Saarland oder Bayern. Sie sprechen alle Deutsch, aber sie verwenden viele Wörter die ich nicht verstanden habe. Auch die Aussprache war anders, als ich es in der Schule gelernt habe.

Wie hat Ihnen der Aufenthalt in Höchenschwand gefallen?

Ich hatte großes Glück, dass ich mit Thom Trachsel und Daniel Ackle zwei Chefs hatte, die beide sehr gut französisch sprechen. Das hat mir doch sehr geholfen. Insgesamt war die Arbeit im Hotel für mein späteres Leben bestimmt gut. Ich bin eher ein zurückhaltender Mensch. Im Hotel wurde ich auch im Service eingesetzt und war deshalb gezwungen, auf die Gäste zu zugehen. Meine beiden Chefs meinen, ich sei jetzt viel offener als zum Beginn meines Aufenthaltes in Höchenschwand.

Zur Person: Vincent De Zaeytydt ist 22 Jahre alt und wohnt in Ploeren bei Arradon in Frankreich am Golf von Morbihan. Seit zwei Jahren ist er Student der Biologie in Michigan/USA.

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