Einen großen Erfolg feierte die Southern Brussels Concertband bei einem Sonderkonzert im Kursaal des „Haus des Gastes“. Dirigent Pal Dusarl spannte mit seinen rund 40 Musikern einen weiten musikalischen Bogen von der Filmmusik über Sambarhythmen bis zu weltbekannten Swingmelodien.

Gern zu Gast im Schwarzwald

Das Ensemble unternimmt jedes Jahr eine musikalische Reise ins Ausland, bevorzugt nach Süddeutschland, um dort eine Probenwoche mit Live-Auftritten zu gestalten. Den Schwarzwald besuchten sie seit 2014 schon zum dritten Mal. Viele der Musiker haben durch diese Reisen den Schwarzwald kennengelernt und verbringen seither auch privat einige Tage dort, um die Landschaft, die Luft und das Essen zu genießen.

Mehrere Gastspiele in der Region

Den Auftakt der Gastspiele bildete ein Konzert im Rahmen der 750-Jahrfeier in Todtmoos. Nach dem Auftritt in Höchenschwand wird das Orchester noch beim „Hüsli“ in Grafenhausen ein Konzert geben, bevor es wieder zurück nach Brüssel geht. Als eine Freundin von Höchenschwand bezeichnete sich Josée Bruyndonckx, die in deutscher Sprache durch das Programm führte. „Wir waren schon drei Mal in Höchenschwand, denn wenn man im Himmel war, kommt man immer wieder zurück“, sagte die Ansagerin in Anspielung an den Werbenamen von Höchenschwand „Dorf am Himmel“.

Technisches Können

Mit „Just a Gigolo“, einer durch Louis Prima bekannt gewordenen Swingmelodie, eröffneten die Musiker den Abend. Schon nach den ersten Takten bewiesen die Musiker ein hohes Maß an technischem Können im Zusammenspiel der verschiedenen Register. Es folgten die Filmmelodie „The Pink Panther“ und ein Medley der bekanntesten Lieder von Stevie Wonder.

Eindrucksvoll in Szene setzte sich Marcel Pappens (rechts) mit einem Solo auf dem Es-Saxofon.
Eindrucksvoll in Szene setzte sich Marcel Pappens (rechts) mit einem Solo auf dem Es-Saxofon. | Bild: Stefan Pichler

Nach einem musikalischen Ausflug nach Irland folgte mit „Music“ von John Miles ein Höhepunkt des Abends. Marcel Pappens setzte sich dabei durch ein gefühlvolles Eingangssolo auf dem Es-Saxofon eindrucksvoll in Szene. Einen Abstecher in die Welt des Samba und Salsa unternahm Dirigent Pal Dusarl bei dem Medley „Latin Gold“. Bei Titeln wie „La Bamba“, „Tequila“ oder „Oye Como Va“ hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Plätzen und es formierte sich eine Polonaise durch den Saal.

Von den heißen Sambarhythmen animiert, bildete sich spontan eine Polonaise im Kursaal.
Von den heißen Sambarhythmen animiert, bildete sich spontan eine Polonaise im Kursaal. | Bild: Stefan Pichler

Bei dem Swing „Let's play Sax“ setzte Dusarl wirkungsvoll den großen Saxophonsatz des Orchesters ein. Der Konzertabend ging mit den Hits „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „Fernando“ von der Popgruppe Abba zu Ende. Für den lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Orchester mit der Zugabe „Das ist die Berliner Luft“.