Unter dem Motto „Bon Appétit“ hatte der Partnerschaftsverein Arradon/Höchenschwand am Samstagabend zu einem kreativen und genussvollen bretonischen Kochkurs in die Schulküche der Hauptschule eingeladen. Die Resonanz war außergewöhnlich gut, denn 25 Personen aller Altersgruppen, darunter auch einige Nichtmitglieder und auch ein Kurgast, waren gekommen – sie alle wollten ihre Kochkünste unter Beweis stellen. Die Vorsitzende des Vereins, Nicole Heilmeier, hatte im Vorfeld zehn französische Rezepte ausgesucht, die an den verschiedenen Kochinseln zubereitet wurden.

Abwechslungreicher Speiseplan

Auf dem Speiseplan standen als Apéro Galettes mit unterschiedlichen Füllungen und Häppchen mit Paté aus Schwein, Lachs und Thunfisch. Als Hauptgang gab es Pouletspiesschen á la Coq au Vin, Feldsalat mit Frischkäsebällchen, Kouing Patatez (Kartoffelkuchen), Moules gratinées en persillade, Tomates farcies au taboulé maison. Zum Dessert wurden Crêpes mit verschiedenen süßen Füllungen, Far breton, und Crème brûlée gereicht.

Sie sei kein Mitglied des Vereins, sagte die 19-jährige Clara Arendt aus Tiengen. Ihre Freundin Marie Heilmeier, die Mitglied ist, hatte sie eingeladen. „Da ich schon viel von den Aktivitäten der Vereinsmitglieder gehört habe und ich es persönlich gut finde, dass ein solcher Austausch zwischen zwei unterschiedlichen Kulturen stattfindet, bin ich heute Abend nach Höchenschwand gefahren, um die französische Lebensart näher kennenzulernen“, erzählt Arendt. Sie selbst sei schon häufiger mit ihren Eltern und mit der Schule in Frankreich gewesen, Arradon kenne sie aber noch nicht.

Vorführungen aus Frankreich gefallen

„Ich bin seit letztem Jahr Mitglied im Partnerschaftsverein“, sagte die 21-jährige Janine Behringer aus Höchenschwand. „Die regelmäßigen Besuche der französischen Gruppen in Höchenschwand finde ich cool. Sie sind alle sehr nett, nur leider verstehe ich sie nicht. Ich spreche kein Französisch“, erzählt sie. 2017 habe sie auch den Jubiläumsabend zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft besucht – die Vorführungen der bretonischen Tänzer und Musiker hätten ihr sehr gut gefallen. Das hat sie auf den Geschmack gebracht, deshalb werde sie „aber bei nächster Gelegenheit mit dem Partnerschaftsverein dorthin fahren“. „Wir wollten mit der Veranstaltung mal wieder unseren Verein ins Gedächtnis rufen und dabei die deutsch-französische Freundschaft und Kultur pflegen“, sagte Nicole Heilmeier, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins ist. Einen solchen Kochabend hatte es zuletzt vor vier Jahren gegeben, damals aber nur für Vereinsmitglieder. „Ich habe mich sehr gefreut, dass heute Abend auch einige Jugendliche diese Veranstaltung besucht haben“, ergänzte sie erfreut. In den vergangenen Jahren sei es dem Verein gelungen, Jugendliche und junge Erwachsene stärker für die Partnerschaft zu interessieren.

Auch in diesem Jahr werden wieder zwei Jugendgruppen zum Musikfestival „Algues au Rythme“ und zur Segelparade „Semaine du Golfe“ nach Arradon fahren, kündigte sie an. Zukünftig wolle der Verein „vor allem die regelmäßigen Kontakte zwischen den Jugendlichen beider Partnerstädte intensivieren“. Deshalb möchten die Verantwortlichen auch gerne, wenn die Gelegenheit dazu besteht, auch jüngere Mitglieder in den Vorstand aufnehmen.

Gute Kontakte nach Arradon

Gute Kontakte nach Arradon pflegen auch der Tennisclub und der Sportverein, sagte die Vorsitzende. Und sie ist zuversichtlich, dass die Partnerschaft eine gute Zukunft hat, da sich „zwischenzeitlich auch die Kinder unserer Vereinsmitglieder zu einem Großteil in der Partnerschaft engagieren und damit die nächste Generation heranwächst“. Mit dem Abend hat der Verein jedenfalls erfolgreich für sich und die Partnerschaft geworben: Die Zubereitung der französischen Köstlichkeiten bereitete den Teilnehmern viel Vergnügen und schon nach kürzester Zeit waren das Essen fertig und ein verführerischer Duft lockte zum Versuchen der kulinarischen Genüsse. Schnell wurde eine große Tafel aufgebaut und bis zum späten Abend wurde bei anregenden Gesprächen geschlemmt. Viel Lob gab es am Ende für die Organisatoren des Abends. „Das können wir im Herbst wieder machen“, sagte Heinz Kohlbrenner aus Ellmenegg begeistert.