Dass auch Weihnachtslieder im Stil der Oberkrainer gespielt werden können, bewiesen am vergangenen Sonntagnachmittag die Schwarzwald Krainer, eine Oberkrainer-Formation aus Löffingen, bei ihrer „Goldenen Oberkrainer Weihnacht“ im ausverkauften Kursaal des Haus des Gastes.

Die Musiker um Bandleader Michael Meier haben sich voll und ganz der Oberkrainermusik von Slavko Avsenik verschrieben. In der für diese Stilrichtung typischen Besetzung Trompete (Ewald Braun und Willi Kammerer), Klarinette (Rolf Riedlinger), Akkordeon (Michael Maier), Gitarre (Michi Probst), Bariton (Reini Kleinburger) und der Sängerin Bettina Luetzelschwab begeisterten die Musiker in Höchenschwand ihre zahlreichen Volksmusikfans. „Wir spielen heute Musik der Oberkrainer, eigene Kompositionen, aber auch Weihnachtslieder im Oberkrainergewand“, sagte zur Begrüßung Willi Kammerer, der in humorvoller Art und Weise durch das Programm führte.

<strong>Michael Meier</strong> überzeugte mit dem flotten Polka-Express.
Michael Meier überzeugte mit dem flotten Polka-Express. | Bild: Stefan Pichler
<strong>Rolf Riedlinger</strong> begeisterte das Publikum mit dem Hirtenlied.
Rolf Riedlinger begeisterte das Publikum mit dem Hirtenlied. | Bild: Stefan Pichler

Nach den eher besinnlichen Weihnachtsschlagern „Sterne der Heiligen Nacht“ und „Märchenzeit im Winterwald“ folgten mit „Stell dich ein in Oberkrain“ und „Musik mein Glück“ die ersten Polkamelodien und sofort klatschten die Gäste im Rhythmus der Musik. Zwischen den verschiedenen Instrumentaltiteln sang Bettina Luetzelschwab mit ihrer glockenhellen Sopranstimme im Duett mit Willi Kammerer, Rolf Riedlinger oder Ewald Braun bekannte Volksmusiktitel wie „Zwei weiße Schwäne“ oder „Schöne Verena“.

Dass Weihnachtsmusik auch im Oberkrainer Stil gespielt werden kann bewies die Gruppe bei dem durch Bing Crosby zu Weltruhm gelangten Titel „White Christmas“ oder dem besinnlichen Titel „Weihnachten wie's früher war“. Dass alle Musiker hervorragende Solisten sind, bewiesen sie im Verlaufe des Konzertes. So stellte Bandleader Maier bei dem Stück „Polka-Express“ sein Können auf dem Akkordeon unter Beweis, Michi Probst bewies seine solistischen Fähigkeiten mit dem Gitarrensolo „Unser Michi ist verliebt“ und Reini Kleinburger zauberte aus seinem Bariton auch tiefste Basstöne hervor. Ganz still wurde es im Kursaal als Rolf Riedlinger das bekannte Hirtenlied spielte, ein Bravourstück für Klarinette. Der Solist bedankte sich für den langanhaltenden Applaus mit einer Zugabe. Im Verlaufe des dreistündigen Konzertes erklangen im Kursaal viele Welthits der Volksmusik wie „Stadelzeit“, „Böhmischer Traum“, „Auf der Autobahn“ oder „Hey Meikel spiel uns eins“. Am Ende gab es langanhaltenden Applaus, für den sich die Musiker mit drei weiteren Zugaben bedankten.

<strong>Langanhaltenden Applaus</strong> gab es von den Volksmusikfans im Kursaal.
Langanhaltenden Applaus gab es von den Volksmusikfans im Kursaal. | Bild: Stefan Pichler