Der Wohlklang des katholischer Kirchenchors St. Michael und des gemischten Chors Amrigschwand mit Dirigentin Gisela Satzer in Verbindung mit der Musik am Flügel durch Franziska Rogg lockte beim Liederabend ein kleines, aber schnell begeistertes Publikum in das Haus des Gastes.

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Gisi Fehrenbacher konnte zu allen Liedern charmantes Wissen beitragen. Zwischendurch bereicherten Dagmar Pichler, Karin Schmidt, Angelika Wewer, Helga Baumgartner und Astrid Baumgartner den musikalischen Vortrag mit Poesie. Die Chorleiterin am Pult, in engem Kontakt zur Sängerschar und zu Franziska Rogg ließ durch die entsprechenden Handzeichen leise Töne und weite Höhen auffächern.

Strauß voller Melodien

Mit „Heute hier, morgen dort“, „Mich brennt‘s in meinen Reiseschuh‘n“, „Die Stimmen erklingen“, „Wolkenlieder“, „Segeln, segeln“, ein Werk aus der Feder von Gisela Satzer, „Fischerboote“, „Kad si bila mala mare“ lieferten die beiden Chöre musikalischen Genuss im Doppelpack. Den stehenden C-Dur-Klang des Liedes „Die Forelle“ von Franz Schubert veränderten sie oktavversetzt. Dabei zeigte die Wiederholung des Forellenmotivs und die schaukelnde Akkordbewegung die Unberührtheit der Natur. Das Abtauchen des Motivs in den Bass und die Oktavversetzung nach unten wiesen allerdings auf das düstere Ende hin: Die freie Forelle, inmitten der ungetrübten Natur, bald in den Fängen des mächtigen Fischers. Bei Erich Kästners „Im Auto über Land“ zeigten die Chöre beschwingt und mit einem Schuss Humor die kunstvolle Machart dieser Melodie.

Vielfältige Interpretationen

Zusätzlich boten die Stimmen von sechs Frauen, genannt Frauenchörle, begleitet von Gisela Satzer am Flügel, die Möglichkeit weiterer vielfältiger Interpretationen. Pfiffig verbanden sie sich unter anderem mit Schlagern wie „Wasser ist zum Waschen da“, „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen“. Der gemischte Chor bot auch alleine mehrere Lieder dar: Zu hören waren die Werke „Daheim“, „Über Stock und über Stein“ und „In die Berge.“ Auch die Besucher bekamen die Möglichkeit ihr stimmliches Talent zu prüfen und gaben bei „Wenn die bunten Fahnen wehen“ und weiterem die Töne wieder, die Gisela Satzer am Klavier anbot. Dieser schöne Liederabend mit einer Fülle traditioneller Volkslieder ging mit einer Zugabe im Haus des Gastes zu Ende.