Nach 16 Jahren an der Spitze von Höchenschwand wurde Bürgermeister Stefan Dorfmeister am Donnerstag im Kursaal von Landrat Martin Kistler würdig verabschiedet. Unter den zahlreichen Gästen waren Vertreter der Banken und der Wirtschaft sowie rund 30 Bürgermeister und ehemalige Rathauschefs aus der Region.

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Aber auch zahlreiche Bürger, Gemeindemitarbeiter und Gemeinderäte, die Ehrenbürger Werner Rautenberg und Pfarrer Ivan Hoyanic kamen zur Verabschiedung. Musikalisch wurde der Abend von den Blasmusikern der beiden Trachtenkapellen aus Höchenschwand und Amrigschwand-Tiefenhäusern unter der Leitung von Dennis Frommherz untermalt.

Der „Macher“ von Höchenschwand

Gemeinderat Georg Villinger moderierte den Abend und zeichnete in seiner Begrüßung die gemeinsamen 16 Jahre mit dem „Macher“ Stefan Dorfmeister nach. „Lieber Stefan, Du hast als Bürgermeister und Vorsitzender des Gemeinderates Ziele gesetzt, bist regelmäßig nach Freiburg gegangen, um die notwendigen Zuschüsse zu holen. Und du hast vor Ort und in der Region die Menschen zusammengeholt, um diese Ziele und die dazugehörenden Projekte vorne weg marschierend umzusetzen“, lobte Villinger.

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Die bauliche Seite in einer Gemeinde sei die Pflichtübung für einen Bürgermeister, das Gestalten einer Gemeinde sei die Kür. Eines sei sicher, jeder Bürgermeister der vorne weg marschiere, der sich traue Entscheidungen zu treffen, habe in seiner Gemeinde auch Kritiker. Eine Gemeinde brauche deshalb neben dem entscheidungsstarken Macher auch einen mitnehmenden Moderator. Diese Seite sei allerdings bei Dorfmeister gelegentlich etwas zu kurz gekommen, schmunzelte Villinger. Auf Beschluss des Gemeinderates überreichte er abschließend dem scheidenden Rathauschef die Ehrenmedaille der Gemeinde in Gold.

Georg Villinger (r.) überreicht Stefan Dorfmeister die Ehrenmedaille der Gemeinde.
Georg Villinger (r.) überreicht Stefan Dorfmeister die Ehrenmedaille der Gemeinde. | Bild: Stefan Pichler

Landrat Martin Kistler erinnerte an die Zeit beim Amtsantritt von Dorfmeister am 1. November 2003. Auf den jungen Bürgermeister hätten durch die Auswirkungen der Kurkrise hohe Herausforderungen und enge finanzielle Rahmenbedingungen gewartet. Engagiert und zielstrebig sei Dorfmeister an die vielfältigen Aufgaben herangegangen und habe den Kur- und Klinikstandort Höchenschwand zu einem Kur- und Ferienort weiterentwickelt, den Tourismus breiter aufgestellt, aber auch Höchenschwand als Wohnort attraktiver gemacht. „Die Bürger haben Deinen Kurs zurecht geschätzt und Du wurdest bei der Wiederwahl am 18. September 2011 mit einem sehr guten Wahlergebnis von 92,2 Prozent im Amt bestätigt“, erinnerte der Landrat.

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Beim Zuschussthema sei Dorfmeister stets hart am Ball geblieben. Die genannten Investitionen sprächen für sich. Hier erinnerte Kistler an die Sanierung der Grund- und Hauptschule, die Ortskernsanierung mit der Neustrukturierung der Kinderbetreuung, die Umbauten am Haus des Gastes, die Sanierung der Kläranlage und an den Neubau des Rathauses mit der Eröffnung im Sommer 2017. Auch der Anstieg der Einwohnerzahlen von 2430 (2003) auf nunmehr 2647 zeige die positive Entwicklung der Gemeinde auf. Kistler ging auch auf die Tätigkeit als Kreisrat (2009 bis 2019) ein. Letztlich verwies er auf die Leistungen von Dorfmeister als Fußballer in der Nationalmannschaft der Bürgermeister und als Stürmer des FC Kreistags.

Petra und Stefan Dorfmeister verabschieden sich von der Bürgern und den Gästen.
Petra und Stefan Dorfmeister verabschieden sich von der Bürgern und den Gästen. | Bild: Stefan Pichler

Rechnungsamtsleiter Michael Herr schilderte die Eigenschaften des Rathauschefs in der Fußballersprache und verglich ihn mit einem Torwart, Vorstopper, Linksaußen, Libero oder Spielmacher. „Du hast erfolgreich gearbeitet, Fehler deutlich angesprochen. Aber mit Kritik aus den eigenen Reihen hast Du dich schwergetan. Als Trainer möchte ich dich nicht haben“, sagte er unter dem Gelächter der Gäste. Er bedankte sich bei Dorfmeister mit einer gläsernen Uhr mit dem Wappen von Höchenschwand. Der von Revierförster Robert Becker geleitete Rathauschor ging anschließend humorvoll auf die Zeit mit Dorfmeister ein.

Persönliche Worte an Höchenschwand

Michael Scharf (Bonndorf) dankte für die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern, Adrian Probst (St. Blasien) erinnerte an die Leistungen im Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien und Pfarrer Ivan Hoyanic überreichte für die Kirchengemeinde und dem Stiftungsrat eine handgemalte Ikone des Erzengels Michael und ein Amulett. Für die Vereine dankte Bernd Vogelbacher. Stefan Dorfmeister bedankte sich in einem sehr persönlichen Schlusswort bei allen für die vergangenen 16 Jahre.