Zu einer öffentlichen Verbandsversammlung trafen sich die Mitglieder des Zweckverbandes Gruppenwasserversorgung Höchenschwanderberg am vergangenen Donnerstag im Höchenschwander Rathaus. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Feststellung des Jahresabschlusses 2018, sowie die Beratung und Beschlussfassung des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2019.

Stefan Dorfmeister nutzte zunächst den Rahmen der Verbandsversammlung, um den Vertreter der Stadt St. Blasien, den langjährigen Stadtrat Dieter Stark, mit einem Geschenk aus der Runde zu verabschieden. Nach 44 Jahren sei Stark bei den kürzlich durchgeführten Kommunalwahlen nicht mehr angetreten und scheide nun auch als Vertreter der Stadt St. Blasien aus der Verbandsversammlung aus.

Dorfmeister lobte das über viele Jahre gezeigte ehrenamtliche Engagement von Stark. Er habe sich stets als ein Befürworter des Zweckverbandes gezeigt und im Rahmen seiner Möglichkeiten den Verband unterstützt, lobte Dorfmeister. Beispielhaft nannte Dorfmeister die Unterstützung von Dieter Stark bei der Ausrichtung des Verbandsjubiläums im vergangenen Jahr.

Bürgermeister Stefan Dorfmeister (rechts) verabschiedete Dieter Stark aus dem Zweckverband.
Bürgermeister Stefan Dorfmeister (rechts) verabschiedete Dieter Stark aus dem Zweckverband. | Bild: Stefan Pichler

Verbandsrechner Michael Herr trug den Jahresbericht für das abgelaufene Verbandsjahr vor. Der Zweckverband hatte an seine Mitglieder insgesamt 628 712 Kubikmeter Wasser abgegeben und damit rund 2000 Kubikmeter mehr als im Vorjahr. „Nach dem sehr guten Ergebnis des vergangenen Jahres, als wir mit 626 399 Kubikmeter erstmals über 600 000 Kubik Wasser an unsere Mitglieder verkauft haben, konnte das Ergebnis nochmals gesteigert werden“, hob der Verbandsrechner hervor.

Im Wirtschaftsjahr 2018 hatte der Zweckverband Sachinvestitionen in einer Gesamthöhe von rund 326 000 Euro getätigt, darunter die Aufstockung des Wasserwerkes Albtal (112 500 Euro) und die Sanierung des Tiefbrunnen 2 (156 600 Euro).

Einstimmig stimmten die Mitglieder dem Beschlussvorschlag zum Jahresabschluss 2018 zu. Der Zweckverband hatte satzungsgemäß mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen. Die Bilanzsumme weist einen Betrag von 3 256 069 Euro aus. Die Summe der Erträge lag wie die Summe der Aufwendungen bei 764 933 Euro. Satzungsgemäß strebt der Zweckverband keinen Gewinn an.

Günter Sutter vom Ingenieurbüro Fritz gab in der Sitzung einen Sachstandbericht zu den aktuellen und den in diesem Jahr anstehenden Sanierungsmaßnahmen. Sutter hob hervor, dass die Arbeiten am Tiefbrunnen 2 abgeschlossen seien und die Anlage ihren Betrieb im vergangenen Jahr aufnehmen konnte.

In diesem Zusammenhang verwies er auf die großen Stromeinsparungen durch den Einbau einer neuen Pumpe. So habe die alte Pumpe Stromkosten von 20 951 Euro pro Jahr verursacht. „Der Verbrauch der neuen Pumpe liege bei nur noch 11 115“, berichtete Sutter.

Für das Jahr 2019 stehe als größeres Projekt die Sanierung der Wasserleitung vom Gupfen zum Flöschkreuz an. Die angedachte Doppelnutzung bei den Aufgrabungsarbeiten durch die Verlegung der Backbone-Leitungen des Landkreises, sei nicht realisiert worden, da diese Leitung einen anderen Verlauf nehme.

Nach den Ergebnissen der Ausschreibung seien die Arbeiten für die Leitung des Zweckverbandes für 767 000 an die Firma Schleith vergeben. Sutter lobte die professionelle und schnelle Ausführung der Arbeiten. Nach dem Beginn im April seien die Leitungsarbeiten heute zu 95 Prozent fertiggestellt. Zurzeit arbeite die Firma am Flöschkreuz. „Wir können davon ausgehen, dass die Wasserleitung in drei bis vier Wochen in Betrieb gehen wird, sagte abschließend Sutter.

Einstimmig verabschiedet die Versammlung anschließend den Wirtschaftsplan für das Jahr 2019. Der Plan sieht Einnahmen und Ausgaben von je 1 911 600 Euro vor, davon entfallen auf den Erfolgsplan 756 600 Euro und den Vermögensplan 1 155 000 Euro. Der Gesamtbetrag der für den Wirtschaftsbetrieb vorgesehenen Kreditaufnahmen (Kreditermächtigung) wurde für das Wirtschaftsjahr 2019 auf 935 000 Euro festgesetzt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 300 000 Euro festgesetzt. Die Versammlung beauftragte Verbandsrechner Michael Herr, Kreditangebote einzuholen.