Die Ortskernentwicklung, neuer Wohnraum, die Tourismusentwicklung und die Wirtschaftsförderung – das sind einige der Themen, die aus Sicht der CDU-Gemeinderatsliste für die kommenden Jahre wichtig sind, sagt der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Georg Villinger im Gespräch.

Darüber hinaus werde sich das neue Gremium mit vielen weiteren Fragen auseinanderzusetzen haben: Im Vorfeld der anstehenden Bürgermeisterwahl sollte der Rat zum Beispiel einen Kriterienkatalog aufstellen, um Bewerber besser bewerten zu können. Die Erfahrung als Verwaltungsfachmann sei ebenso wichtig wie das Bewusstsein, dass Höchenschwand eine Tourismus- und Gesundheitsgemeinde ist, sagt Villinger.

Die Unterstützung der Vereine sei eine logische Aufgabe. Die Kommune müsse auch in Zukunft dafür sorgen, dass die örtlichen Vereine Räume zur Verfügung gestellt bekommen. Die Bedeutung der Vereine für die Kommune sei groß, sie wirken zum Beispiel „der Anonymisierung durch die Digitalisierung“ entgegen.

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Überhaupt müsse sich die Gemeinde der Stärkung des freiwilligen Einsatzes von Menschen widmen. Viele Menschen würden sich nur noch projektbezogen engagieren – und dann häufig nur noch, um sich gegen etwas auszusprechen. Dieses Engagement müsse ins Positive gelenkt werden. Gelinge das, könne man auf Gemeindeebene viel bewegen. Positive Beispiele seien in der Gemeinde vielfach vorhanden: Er nannte die noch junge Initiative zum Aufbau einer Nachbarschaftshilfe. Selber in die Hand nehmen könne die Kommune solche Projekte nicht – sie sollte aber dafür geeignete Rahmenbedingungen schaffen.

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Auch sonst sieht Villinger etliche Aufgaben, die für die Kommune zwar keine Pflicht, mit Blick auf das Gemeinwesen jedoch „unbedingt notwendig“ sind. Dazu zählt er die eigene Touristinformation oder auch den Einsatz der Verwaltung für den Erhalt einer Arztpraxis.

Die Gemeinde müsse sich Spielraum für eine Entwicklung auch nach sozialen Kriterien bewahren. Es sei zum Beispiel wichtig, dass die Gemeinde mögliches Bauland kauft, erschließt und nach sozialen Kriterien über Jahre hinweg verkauft. Nur so könne der vorhandene Wohnraumbedarf für Familien und überhaupt für Einheimische gedeckt werden. Für eine positive Ortskernentwicklung sei es deshalb auch wichtig, dass das Areal rund um das alte Rathaus und das Hotel Adenia nun der Kommune gehört.

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Der Tourismus müsse wieder stärker in den Blickpunkt rücken, sagt Villinger. Das bedeute zum Beispiel, dass die Gemeinde ernstzunehmende Investoren, die eine der leer stehenden großen Immobilien wiederbeleben wollen, mithilfe des Baurechts wohlwollend begleitet.

Wird ein Eigentümer solch einer Immobilie nicht aktiv, müsse die Kommune ihn mit vorhandenen Möglichkeiten (zum Beispiel Verkehrssicherungspflicht) zum Handeln zwingen – Eigentum schätze die CDU hoch, aber es verpflichte auch. Bei der Tourismusförderung „sind wir zu langsam“, sagt Villinger.

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Zum Beispiel müsse der Wohnmobilstellplatz endlich aufgewertet werden. Auch sollte man die Angebote der Hotels besser mit denen der Gemeinde vernetzen. Ein Gutscheinheft, mit dem man Besucher des Strohskulpturenwettbewerbs zu einem späteren Zeitpunkt in die Gemeinde lockt, sei so ein Beispiel. Allerdings sei klar, dass die Kommune nicht gleichzeitig zu viele Projekte anstoßen könne.