In die bunte Welt des Zirkus entführten am vergangenen Freitag 66 Grundschüler aus Höchenschwand im vollbesetzten Kursaal. Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde waren begeistert von den während einer Woche einstudierten Kunststücken, die die Kinder mit viel Eifer und persönlichem Mut zeigten. Das „Zirkusprojekt“ war ein Angebot des Artistiktheaters „Mixtura Unica“ aus Freiburg.

Akrobatik im stilechten Ambiente

Das Kollegium der Schule hatte während des Tages den Kursaal mit Hilfe von Girlanden stilecht in ein Zirkuszelt verwandelt. Die passende Zirkusmusik liefert Hausmeister Dragan über die Musikanlage der Halle.

Ein farbenprächtiges Bild bot sich dann den Zuschauern, als die große Gruppe der Grundschüler in ihren unterschiedlichen Kostümen einmarschierten und dabei die Zirkusmelodie „Hereinspaziert“ sangen.

Der Leiter des Zirkusprojektes, Dirk Maibauer, ließ in seiner kurzen Begrüßung die Woche Revue passieren. Die Kinder wären mit Begeisterung bei der Sache gewesen und hätten selbst die „schwierigsten und gefährlichsten Superkunststücke“ gemeistert, sagte augenzwinkernd der Pädagoge und Hobbyartist.

Nach einer Tuchakrobatik, bei der die Kinder allein oder zu zweit verschiedene Turnübungen zeigten, folgte der Auftritt der Jonglier-Clowns. Die gezeigten Kunststücke mit Federn, Bällen und Stäben honorierten die Besucher mit reichlich Applaus.

Raubtiere machen Kursaal unsicher

Wie im richtigen Zirkus durfte natürlich die Raubtiergruppe nicht fehlen. Die Dompteurin Saphira, Schülerin der zweiten Klasse, ließ zunächst die als Tiger und Löwen verkleideten Mitschüler auf großen Eimern Platz nehmen. Einzeln zeigten die „Raubtiere“ dann ihre Kunststücke auf dem Schwebebalken.

Einen Lacherfolg erzielte die Schülerin, als sie einen „Löwen“ mit Hilfe einer an einem Stock aufgespießten Wurst dazu überredete, über den Balken zu kriechen und dann anschließend die Wurst selber aß. Zum Abschluss ließ Dirk Maibauer einen „Tiger“ durch einen brennenden Reifen kriechen.

Dirk Maibauer, von Mixtura Unica, hatte mit den Kindern alle Kunststücke einstudiert. Auf unserem Foto unterstützte die Gruppe Buntru beim Sprung eines Löwen durch einen brennenden Reifen.
Dirk Maibauer, von Mixtura Unica, hatte mit den Kindern alle Kunststücke einstudiert. Auf unserem Foto unterstützte die Gruppe Buntru beim Sprung eines Löwen durch einen brennenden Reifen. | Bild: Pichler, Stefan

Nach dem ein Mitschüler in einer Zauberkiste mit Schwertern durchbohrt wurde und diese Tortur unverletzt überstand, setzten Fakire und Feuerkünstler das Publikum in Erstaunen.

Zauberkunststücke überraschen Publikum

So balancierten die Grundschüler über ein Nagelbrett, verschluckten eine brennende Kerze und zündeten sich als Höhepunkt die Hände mit brennbarem Schaum an. Mit den Vorführungen der Trapez-Artisten ging eine unterhaltsame Zirkusstunde zu Ende.