Eine nicht alltägliche Gästeehrung nahm Tourismuschef Sebastian Stiegeler in der Touristinformation vor. Eine Gruppe von Menschen mit Behinderung, alles Mitglieder des Sportvereins DJK/VfL Mönchengladbach, verbrachte zum 25. Mal einen einwöchigen Winterurlaub in der Pension „Linde“ in Höchenschwand.

„Vor 40 Jahren waren wir auf der Suche nach einem Sportverein für unseren behinderten Sohn Hennig. Es gab aber damals keine Möglichkeit für ihn, sich sportlich in einem Verein zu betätigen“, erinnerte sich Ortwin Peters (76) aus Mönchengladbach, der mit seinem Sohn Arne (46) die Gruppe in Höchenschwand betreut. Seine Frau habe das heftig kritisiert und so hätten sie, mit Unterstützung ihres Fußballvereins, eine Bedarfserhebung durchgeführt und innerhalb kürzester Zeit eine ganze Reihe Namen behinderter Kinder auf einer Liste notiert, die sich gerne sportliche in einem Verein betätigen wollten.

„Wir beide haben uns dann dafür eingesetzt, dass sie sich unter Anleitung in einer Unterabteilung des DJK/VfL sportlich betätigen konnten. Das war quasi die Geburtsstunde für den Behindertensport in unserem Fußballverein“, erinnerte sich Peters. Ein Großteil der Behinderten sei heute noch Mitglied im Verein und so habe sich in den vergangenen 40 Jahren ein stabiles Unternehmen entwickelt. Höchenschwand und die Pension habe er 1993 als Kurgast kennen und schätzen gelernt. Da sie zur damaligen Zeit für die Gruppe eine Wintersportmöglichkeit gesucht hatten, habe er 1994 den ersten Aufenthalt in der Pension „Linde“ organisiert.

Es war ein Erfolg, denn die Gruppe fühlte sich sehr wohl. Mit Wandern, Rodeln, Skilaufen oder Hallensport sei die Woche wie im Flug vergangen. Auch im Jahr darauf seien sie deshalb wieder nach Höchenschwand gekommen und so wurde der Winterurlaub in der Pension „Linde“ zum regelmäßigen Angebot für die Gäste aus Mönchengladbach. Sie seien nun bereits zum 25. Mal hier, rechnete Peters vor. Er sei froh, dass er Freunde habe, die sich durch regelmäßige Zuwendungen an den erheblichen Reisekosten beteiligen. Den überwiegenden Teil würden die Angehörigen tragen. Auch im nächsten Jahr will Peters einen Winteraufenthalt in Höchenschwand organisieren. Stiegeler bedankte sich bei Ortwin Peters mit einer Urkunde und bei den Sportlern mit Erinnerungsgeschenken.