Die Freunde der Chormusik kamen beim gemeinsamen Liederabend des Gemischten Chors Amrigschwand und des katholischen Kirchenchors St. Michael im Kursaal in Höchenschwand auf ihre Kosten. Chorleiterin Gisela Satzer hatte bei der Auswahl der Lieder einen weiten Bogen gespannt von der Volksmusik über Schlager und Chansons bis zu Küchenliedern. Am Klavier begleitete Franziska Rogg. Durch das Programm führte charmant Gisela Fehrenbacher.

Fröhliche Sänger

Beide Chöre starteten mit den von Karl-Heinz Jäger komponierten Liedern „Wir sind ganz Chor“, „Auf der Straße der Lieder“ und „Wir sind so Happy“. Schon bei den ersten Takten präsentierten sich die Sänger gut vorbereitet. Besonders bei der synkopisch gesetzten Swingmelodie „Wir sind so Happy“ merkte das Publikum den Chören die Freude am Singen an.

Mit Küchenliedern unterhielten die sieben Sängerinnen des Frauenchörles, am Klavier begleitet von Gisela Satzer.
Mit Küchenliedern unterhielten die sieben Sängerinnen des Frauenchörles, am Klavier begleitet von Gisela Satzer. | Bild: Stefan Pichler

Ein fester Bestandteil der Liederabende sind die Auftritte des Amrigschwander Frauenchörles. Die sieben Frauen sangen Küchenlieder. „Diese Lieder sind zwischen dem 19. Jahrhundert und den 1920er Jahren entstanden. Sie sind dem Bänkelgesang und der Moritat ähnlich und wurden vom Personal bürgerlicher Haushalte, Mamsellen und Köchinnen, bei der Hausarbeit gesungen. Die Lieder drückten oft unerfüllte Sehnsüchte und Kümmernisse aus“, informierte Dagmar Pichler, die die Ansage beim Frauenchor übernommen hatte. Den Gästen gefielen jedenfalls die Liedauswahl mit „Mariechen saß weinend im Garten“, „Es hat ein Bauer ein schönes Weib“ oder „Müde kehrt ein Wanderer zurück“. Am Klavier begleitete Gisela Satzer.

Gedichte zur Abwechslung

Mit dem Zyklus „Sehnsucht nach Freiheit“ von Sigrun Herbst setzten die beiden Chöre gastgebenden das Programm fort. Dagmar Pichler stimmte die Gäste durch das Rezitieren der Texte auf die teilweise eigenwilligen und ungewöhnlichen Lieder „Der Fisch“, „Der Baum“, „Der Mensch“ und „Die Fliege“ ein. Helga Eschbach und Gisela Fehrenbacher lockerten das Programm mit dem Vortrag von zwei Gedichten in alemannischer Mundart auf, wobei Gisela Fehrenbacher ihren Beitrag auch für eine Werbung zum Mitsingen in den Chören nutzte.

Publikum singt mit

Schon traditionell wird bei den Liederabenden der Höchenschwander Chöre das Publikum eingebunden und zum Singen einiger Volkslieder eingeladen, wovon auch an diesem Abend reichlich Gebrauch gemacht wurde. Die Sänger setzten das Programm mit einigen bekannten Melodien der Comedian Harmonists fort. Die Zuhörer erfreuten sich an den Liedern „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Ich wollt', ich wär' ein Huhn“ oder „Wochenend' und Sonnenschein“.

Ein modernes Trinklied

Nach einem Block weiterer Küchenlieder durch das Frauenchörle verabschiedeten sich die beiden Chöre mit dem modernen Trinklied von Lorenz Maierhofer „Peters Brünnele“ und dem von vielen Chören gesungenen Lied „Auf, lasst uns fröhlich sein“. Für den lang anhaltenden Applaus der Zuhörer bedankten sich die beiden Chöre mit dem Abendlied „Steigt der Mond am Himmelsbogen“.