Über die Entwürfe des Haushaltes der Gemeinde Höchenschwand sowie die Wirtschaftspläne für den Kurbetrieb, die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und die Breitbandversorgung für das Jahr 2019 hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beraten. Kämmerer Michael Herr erläuterte die einzelnen Zahlen.

So geht die Gemeinde im Ergebnishaushalt von Erträgen in einer Gesamthöhe von rund 5,3 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von rund fünf Millionen Euro aus. „Der Überschuss von 341 610 Euro ist ein ordentliches Ergebnis“, bilanzierte der Kämmerer. Der Finanzhaushalt sieht Einzahlungen in Höhe von rund 5,3 Millionen Euro und Auszahlungen von rund 4,7 Millionen Euro vor. Daraus resultiert ein Zahlungsmittelüberschuss von rund 567 000 Euro.

Einige Einnahmen steigen

Der Investitionsplan mit Tilgungen sieht Einzahlungen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und Auszahlungen in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro vor. Verbessert haben sich die Zuweisungen und Umlagen. So stieg der Einkommenssteueranteil um 74 500 Euro auf rund 1,4 Millionen Euro. Mehr Geld gibt es für die Gemeinde auch bei den Schlüsselzuweisungen. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 86 100 Euro auf nun rund 1,5 Millionen Euro. Gestiegen sind außerdem auch der Umsatzsteueranteil, der Familienleistungsausgleich, die Kindergarten- und Kleinkindförderung.

„Für den Haushalt der Gemeinde wirken sich die höheren Zuweisungen aber nicht nur positiv aus“, sagte Bürgermeister Stefan Dorfmeister. So seien auch die Umlage für den Finanzausgleich um 53 400 Euro, die Kreisumlage um 69 500 Euro und die Gewerbesteuer­umlage um 21 700 Euro gestiegen. Bei den Gemeindesteuern kann die Gemeinde von Mehreinnahmen in einer Höhe von rund 150 000 Euro ausgehen.

  • Wasser: Der Wirtschaftsplan für die Wasserversorgung geht im Erfolgsplan von Ein- und Ausgaben in Höhe von 528 900 Euro aus. Der Vermögensplan geht von Einnahmen und Ausgaben von 626 900 Euro aus. Größter Posten ist hier die Verlegung der Wasserleitung im Zuge der Erneuerung der Panoramastraße in Höhe von 200 000 Euro.
  • Abwasser: Der Wirtschaftsplan für die Abwasserbeseitigung sieht im Erfolgsplan Einnahmen und Ausgaben von je 612 400 Euro vor. Größte Investition im Vermögensplan ist der zweite Bauabschnitt der Kläranlage Heppenschwand mit Kosten von 1,7 Millionen Euro. Dafür erhält die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 589 400 Euro.
  • Kurbetrieb: Der Wirtschaftsplan für den Kurbetrieb geht von Einnahmen in einer Höhe von 776 500 Euro und Ausgaben von 1,07 Millionen Euro aus. „Der Fehlbetrag von 295 810 Euro resultiert aus der Erhöhung des Zuschusses für den Förderverein Waldfreibad und die geringeren Einnahmen aus der Kurtaxe“, merkte dazu Bürgermeister Stefan Dorfmeister an.
  • Breitband: Einen neuen Wirtschaftsplan hat von die Gemeinde Höchenschwand für den Breitbandausbau aufgestellt. Hier wurden im Erfolgsplan zunächst Ausgaben von 70 000 Euro und im Vermögensplan rund 1,3 Millionen Euro angenommen. An Einnahmen rechnet die Gemeinde im Jahr 2019 mit Zuschüssen von 800 000 Euro und Anschlussbeiträgen in Höhe von 250 000 Euro. „Wir wissen noch nicht, was hier auf die Gemeinde zukommt“, sagte dazu der Bürgermeister.

Insgesamt zeigte sich Bürgermeister Stefan Dorfmeister zufrieden mit den Haushalts- und Wirtschaftsplänen für das Jahr 2019. „Wir erfüllen alle rechtlichen Bedingungen und konnten auf Gebühren- oder Steuererhöhungen verzichten. Sehr gut hat sich die Gewerbesteuer entwickelt“, zog der Bürgermeister eine positive Bilanz.