Ein fulminantes Konzert gaben die Blasmusiker des Bundespolizeiorchesters München am Sonntagabend bei einer Benefizveranstaltung zu Gunsten der DKMS im gut besuchten Kursaal. Dirigent Jos Zegers hatte für das Konzert ein außergewöhnliches Programm zusammengestellt, das von Klassik über Jiddische Tanzmusik bis zur Pop-, Swing- und Filmmusik reichte.

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Christian Schweigler von der Volksbank Hochrhein übergab am Abend eine gemeinsame Spende der Volksbank und des Gewinnsportvereines Baden-Württemberg in Höhe von 2000 Euro an den Polizeibeamten Thomas Baumgartner, der sich mit verschiedenen Aktionen für die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) einsetzt.

Silvan Kaiser beeindruckte mit dem gefühlvollen Solo „One Moment In Time“.
Silvan Kaiser beeindruckte mit dem gefühlvollen Solo „One Moment In Time“. | Bild: Stefan Pichler

Der Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, Helmut Mutter, stellte in seiner Begrüßung das Orchester vor. Es habe bereits eine 20-jährige Tradition, dass die Blasmusiker zwei Mal im Jahr nach Südbaden kommen, um soziale Projekte zu unterstützen. Mutter erinnerte in diesem Zusammenhang an eine sehr erfolgreiche Typisierungsveranstaltung der Bundespolizei Weil am Rhein für die DKMS im vergangenen Jahr in Unterlauchringen. Initiator der damaligen und der heutigen Veranstaltung ist der Polizeibeamte Thomas Baumgartner, der selbst als Knochenmarkspender das Leben eines an Blutkrebs erkrankten Patienten retten konnte und sich seither für den Kampf gegen den Blutkrebs engagiere.

Die Einnahmen des Konzertes würden voll umfänglich der Deutschen Knochenmark Spenderdatei (DKMS) für deren Kampf gegen den Blutkrebs zur Verfügung gestellt, sagte Mutter. Im weiteren Verlauf des Abends führte der Vizedirigent des Orchesters, Christian Lombardi, informativ und humorvoll durch das Programm. Schon bei den ersten Takten der „Rienzi Ouvertüre“ aus der tragischen Oper „Rienzi, der letzte der Tribunen“ von Richard Wagner, stellten die Musiker mit ihrem perfekten Spiel und einem dynamischen Klangkörper ihr großes Können unter Beweis.

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Die Oper handelt in freien Zügen vom Schicksal des spätmittelalterlichen römischen Staatsmanns und Volkstribuns Cola di Rienzo (1313 bis 1354). Nach dem getragenen Werk „Sleep“ von Eric Whitacre folgte mit „Yiddish Dances“ von Adam Gorb zweifellos der Höhepunkt des ersten Konzertteiles. Die Komposition vereint das symphonische Blasorchester mit Klezmer, der Volksmusik des jiddisch sprechenden Volkes. Alle fünf Sätze basieren auf Klezmer-Tänzen. Die Musik von Adam Gorb wurde von dem Orchester eindrucksvoll in Szene gesetzt. Mit der „Cuban Ouvertüre“ von Georg Gershwin ging es in die Pause.

Unterhaltungsmusik im zweiten Teil

Im zweiten Konzertteil widmete sich Jos Zegers dem Genre der Unterhaltungsmusik. Mit „The Incredibles“, in einem Arrangement von Takashi Hoshide, entführten die Blasmusiker in die Welt der Animationsfilme von Walt Disney. „Es ist eine wilde Geschichte über eine ganz normale Familie, die mit ihren Superkräften die Welt vor dem Bösen rettet“, meinte schmunzelnd Lombardi in seiner Einführung. Szenenapplaus gab es danach für den Saxofonisten Silvan Kaiser für sein Solo „One Moment In Time“. Es folgte mit „Nobody Does It Better Than James Bond“ Filmmusik aus verschiedenen James Bond Filmen wie Goldfinger, Goldeneye, Thunderball oder Moonraker. Mit Swingmusik von Glenn Miller ging ein beeindruckendes Konzerterlebnis zu Ende. Für den langanhaltenden Applaus bedankte sich Jos Zegers mit drei weiteren Zugaben.