Passen Cowboyhüte und -stiefel in den Schwarzwald? Die Antwort ist eindeutig ja, denn zahlreiche Countryfans und Linedancer aus der Schweiz und dem Landkreis Waldshut bestimmten am vergangenen Wochenende beim zwölften Countryfestival des Hotels „Adenia“ das Ortsbild von Höchenschwand. Die gut eingeführte Veranstaltung, die Jahr für Jahr mehr Anhänger in das „Dorf am Himmel“ anlockte, wird es leider zukünftig nicht mehr geben, da Thom Trachsel und Daniel Ackle ihr Hotel „Adenia“ verkauft haben.

Am Samstag unterhielt die deutsch-schweizerische Countryband Unifour mit Sängerin Raya Sarontino und dem Höchenschwander Gitarristen Bode Neumeister (rechts).
Am Samstag unterhielt die deutsch-schweizerische Countryband Unifour mit Sängerin Raya Sarontino und dem Höchenschwander Gitarristen Bode Neumeister (rechts). | Bild: Stefan Pichler

Der Festauftakt am Freitag war ganz im Sinne der Organisatoren, denn die vor dem Hotel aufgestellten Tische und Bänke waren schon bald bis auf den letzten Platz belegt. In der lauen Sommernacht erfreuten sich die Festbesucher an den Schlagern und Hits der Countryszene.

Dicht gedrängt tanzten die Countryfans auf dem Parkdeck des neuen Rathauses. Im Hintergrund spielt die Countryband „Nonstop R&J“ auf der Außenbühne des Hotel „Adenia“.
Dicht gedrängt tanzten die Countryfans auf dem Parkdeck des neuen Rathauses. Im Hintergrund spielt die Countryband „Nonstop R&J“ auf der Außenbühne des Hotel „Adenia“. | Bild: Stefan Pichler

Schon nach den ersten Takten der Countryband „Nonstop R&R“ aus der Schweiz strömten die verschiedenen Linedance-Gruppen auf das gegenüber dem Hotel liegende Parkdeck des neuen Rathauses, wo sie die einstudierten Schrittfolgen zeigten. Einige Tänzer waren stilecht mit Cowboyhüten mit Federschmuck gekleidet. Die hochhackigen Cowboystiefel durften natürlich auch nicht fehlen.

Sängerin „Rosalia Ziegler“ von der Countryband „Nonstop R&J“ bei ihren Ausflügen in das Publikum.
Sängerin „Rosalia Ziegler“ von der Countryband „Nonstop R&J“ bei ihren Ausflügen in das Publikum. | Bild: Stefan Pichler

Bereits zum zehnten Mal traten der Gitarrist Rolf Gerber mit Sängerin Rosalia Ziegler und Keyboarder Jürgen Ziegler in Höchenschwand auf. In dieser Zeit hat die Band viele Anhänger gefunden. Das Trio begeisterte auch dieses Mal mit seiner Spielfreude, einer Countrymusik mit klaren rhythmischen Strukturen und einer tollen Live Performance. Auch die Nähe zum Publikum zeichnet die drei Musiker aus. So verließ Sängerin Rosalia ab und an die Bühne und trug ihre Songs in den Reihen der Zuschauer vor.

Cowboyhüte und -stiefel bestimmten beim Countryfestival das Ortsbild.
Cowboyhüte und -stiefel bestimmten beim Countryfestival das Ortsbild. | Bild: Stefan Pichler

Erst nach Mitternacht ging der Abend zu Ende. Am Samstag spielte die inzwischen sehr bekannte Schweizer Countryband „unifour“. Auch da war die Veranstaltung gut besucht. Die Musik der Band mit dem Höchenschwander Gitarristen Bodo Neumeister zeichnet sich durch einen knackigen und modernen Groove, kombiniert mit traditionellen Country-Elementen aus. Die klare Stimme der Sängerin Raya Sarontino und die Musik der Band animierte zum Tanzen und schnell war die Parkfläche gegenüber dem Hotel gut gefüllt.

Das Festival klang am Sonntag mit einem Country-Brunchbuffet aus. Die musikalische Unterhaltung übernahmen hier der Gitarrist und Countrymusiker „Franky“. „Es war ein toller Abschluss unserer Country Festivals“, zogen Thom Trachsel und Daniel Ackle ein positives Fazit.