Einmal mehr verstand es der Bandleader, Komponist und Allroundmusiker Christoph Walter mit seinem 13-köpfigen Orchester, alles ausnahmslos Spitzenmusikerinnen und -musiker, ein Feuerwerk moderner Blas- und Unterhaltungsmusik mit vielen Facetten auf die Bühne zu zaubern. Glanzvoll ergänzt wurde das Programm durch mehrere Auftritte der Chansonsängerin Nelly Patty, die mit ihrer Stimme das Publikum immer wieder verzückte. Mehrere ganz besondere Gesangseinlagen des Chors "Frauen Chor Frauen Schaffhausen" unter der Leitung von Vreni Winzeler rundeten den Abend ab.

Gänsehaut bei den Zuhörern

Wuchtig geriet der Auftakt mit einem Saxofonsolo von Fabian Capaldi. Dieser leitete über zum gefühlvollen Donauwalzer, bei dem Bürgermeister Stefan Dorfmeister zur Begrüßung des Publikums auf die Bühne gebeten wurde. Nach einer virtuosen neapolitanischen Serenade der Streicher mit Klavierbegleitung durch den Bandleader begeisterte Nelly Patty das Publikum, bevor Gergö Szax und Christoph Walter mit dem „Trompetentraum“ in einer klanggewaltigen Interpretation regelrecht Gänsehaut bei den Zuhörern verursachten.

In ganz besonderer Weise ergänzten die Sängerinnen von "Frauen Chor Frauen Schaffhausen" unter der Leitung von Vreni Winzeler das Neujahrskonzert des Christopf Walter Orchesters in Höchenschwand durch anspruchsvolle Gesangsdarbietungen. Auf dem Bild die Chorfrauen, links mit schwarzer Weste Dirigentin Vreni Winzeler, vorn links am E-Piano Christoph Walter.
In ganz besonderer Weise ergänzten die Sängerinnen von "Frauen Chor Frauen Schaffhausen" unter der Leitung von Vreni Winzeler das Neujahrskonzert des Christopf Walter Orchesters in Höchenschwand durch anspruchsvolle Gesangsdarbietungen. Auf dem Bild die Chorfrauen, links mit schwarzer Weste Dirigentin Vreni Winzeler, vorn links am E-Piano Christoph Walter. | Bild: Herbert Schnäbele

Stimmkräftig präsentierte der Frauenchor Schaffhausen das „Chriesililied“ sowie „Venus vo Bümpliz“. Nach dem Berner Liedli „Chum übers Mättli“ in wechselnder Instrumentalbesetzung begeisterte Nelly Patty zusammen mit dem Frauenchor mit dem Song „The closest thing to crazy“ der britischen Sängerin Katie Melua – „ein wunderschöner Song zum Zurücklehnen“, sagte Moderator Christoph Walter.

Nach weiteren, zum Teil fetzigen Instrumental-Interpretationen mit brillanten Soli von Bläsern und Streichern, beendet Nelly Patty mit „Halleluja“ glanzvoll den ersten Konzertteil. Zuerst sehr gefühlvoll, dann aber dynamisch und wuchtig brillierten die Bläser zu Beginn der zweiten Hälfte mit gigantischen Soli in höchsten Tonlagen und ernteten immer wieder tosenden Applaus. Auch hier beeindruckte der Bandleader, der im Übrigen alle dargebotenen Titel entsprechend arrangiert hatte, mit einer breiten Palette moderner Unterhaltungsmusik, erneut ergänzt durch weitere Gesangsdarbietungen von Nelly Patty und dem Chor "Frauchen Chor Frauen Schaffhausen".

Nelly Patty und Christoph Walter bei einer spontanen zweistimmigen Gesangsleinlage mit dem Hit „Que Sera Sera“, für die die beiden Künstler heftigen Beifall ernteten.
Nelly Patty und Christoph Walter bei einer spontanen zweistimmigen Gesangsleinlage mit dem Hit „Que Sera Sera“, für die die beiden Künstler heftigen Beifall ernteten. | Bild: Herbert Schnäbele

Mit brillanten Soli glänzten neben den Streichern Roger Konrad am Alphorn, Gergö Szax mehrfach mit Trompete und Tenorhorn, Fabian Capaldi und Amin Mokdad am Saxofon, sowie der Bandleader als Allrounder auf mehreren Instrumenten. Erst nach mehreren Zugaben und dem beruhigenden und sehr gefühlvollen „La sera sper il lag“ durften die Künstler die Bühne verlassen, nicht bevor sich Christoph Walter herzlich verabschiedet und Veranstalter Hansjörg Bollinger allen Akteuren gedankt hatte.