Höchenschwand – Nachdem der Bezirksparteitag der südbadischen CDU bereits im vergangenen Jahr in Höchenschwand stattgefunden hatte, erwies sich der CDU-Gemeindeverband am Samstag abermals als guter Gastgeber des diesjährigen Bezirksparteitages im Haus des Gastes. Gastredner war der neugewählte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Ein Grußwort sprach auch der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl.

Als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Waldshut habe er dem Präsidium nochmals Höchenschwand als Austragungsort für den Parteitag der Südbaden-CDU vorgeschlagen, da der Kursaal im Haus des Gastes ideal für die Durchführung einer solchen Veranstaltung sei, sagte auf Nachfrage Felix Schreiner. Der Ort liege in der Mitte seines neuen Bundestags-Wahlkreises und sei für die Delegierten über die B 500 gut erreichbar. Lobend erwähnte Schreiner auch den CDU-Ortsverband Höchenschwand. Aus der Vergangenheit wisse er, dass hier ein rühriges Team um die stellvertretende Vorsitzende Anita Tröndle mit vielen fleißigen Händen tätig sei.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Bezirksvorsitzenden Andreas Jung stellte die Gemeinderätin Eva Jenzen-Georgii in Vertretung von Bürgermeister Stefan Dorfmeister das "Dorf am Himmel" vor. Höchenschwand sei eine florierende Gemeinde im Südschwarzwald und generiere als Kur- und Ferienort jährlich rund 210 000 Übernachtungen. Stolz sei die Gemeinde nicht nur auf das wunderschöne Haus des Gastes, sondern auch auf das neue Rathaus. In diesem Zusammenhang dankte die Gemeinderätin Felix Schreiner für dessen Unterstützung bei der Beantragung der Landeszuschüsse.

Mit lang anhaltendem Applaus begrüßten die Delegierten Wolfgang Schäuble. In seiner halbstündigen Rede ging der Bundestagspräsident zunächst auf die Zukunft der Volksparteien ein. Trotz einer Vielzahl von politischen Ansichten sei es notwendig, dass die Menschen am Ende merkten, wofür eine Partei stehe und wohin die Reise ginge. Schäuble sprach sich für eine Beibehaltung eines klaren europapolitischen Kurses durch die Volksparteien aus. "Wir dürfen uns nicht abschotten, sondern müssen in unsere Entscheidungen auch die Geschehnisse der Welt um uns herum miteinbeziehen." Andreas Jung bedankte sich bei dem Gastredner mit einigen Steinen des Freiburger Münsters. Diese sollten ihn bei seiner neuen Aufgabe an Südbaden erinnern, erklärte Jung.

Im weiteren Verlauf wurde der scheidende Bezirksvorsitzende Andreas Jung (Konstanz) unter stehendem Applaus der Delegierten von Innenminister Thomas Strobl verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wählte der Parteitag den Europaabgeordneten Andreas Schwab (Villingen-Schwenningen).