Ein farbenprächtiges Bild bot sich am Sonntag den Besuchern des Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Michael. Pfarrer Ivan Hoyanic hatte aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Narrenzunft Tannenzäpfle die Mitglieder der Zunft, aber auch die Gläubigen der Gemeinde, zu einer Narrenmesse eingeladen.

Mit "Narri, Narro" begrüßte der Geistliche Zunftmeister Martin Hagenbucher und Ehrenzunftmeister Thomas Kaiser, sowie Bürgermeister Stefan Dorfmeister und Ehrenbürger Werner Rautenberg mit ihren Frauen. In Reimform trug Hoyanic das Thema des Gottesdienstes, eine Bibelstelle aus dem Markusevangelium von der Heilung des blinden Bartimäus, Sohnes von Timäus, vor.

(pic) v.l. Thomas Kaiser, Martin Hagenbucher, Inge Zumkeller und Petra und Stefan Dorfmeister beim Besuch der Narrenmesse in der Pfarrkirche St. Michael. Foto: Stefan Pichler
(pic) v.l. Thomas Kaiser, Martin Hagenbucher, Inge Zumkeller und Petra und Stefan Dorfmeister beim Besuch der Narrenmesse in der Pfarrkirche St. Michael. Foto: Stefan Pichler

Nach einer Mediation über Fastnachtssymbole wie Luftballons, Girlanden und Masken durch den Pfarrer, hielt in der Pfarrkirche St. Michael. die von Josef Neuenhofer geschriebene „Fastnachtspredigt“ zum Thema Lachen. „Liebe Freunde, ich will heute, an dem Fest der Narrenfreunde, wo der Witz, das Lachen sprüht und in den Gesichtern glüht, mir mit Euch Gedanken machen über dieses Thema: Lachen! Allenthalben wissen wir: Nur der Mensch lacht, nicht das Tier.

Thomas Kaiser hielt die Fasnachtspredigt über das Lachen. Bilder: Stefan Pichler
Thomas Kaiser hielt die Fasnachtspredigt über das Lachen. Bilder: Stefan Pichler

Thomas Kaiser schloss mit den Versen: "Hoch und nieder, Groß und Klein, soll am Narrenfest sich freu´n." Und es gelte für alle Zeit: "Jedem zur Freud und niemand zum Leid. Denkt: Der ist der beste Christ, der von Herzen fröhlich ist, der im Herzen lachen kann und die Welt blickt heiter an. Lasst uns Christen sein und Narren heute wie vor vielen Jahren, Lachen wir in Gottes Namen! Das ist Fasnetsfreude – Amen."

(pic) Die Ministrangen Ludwig Kefer und Alexander Villinger zeigten der Gemeinde das Bildgeschenk für Thomas Kaiser. Foto: STefan Pichler
(pic) Die Ministrangen Ludwig Kefer und Alexander Villinger zeigten der Gemeinde das Bildgeschenk für Thomas Kaiser. Foto: STefan Pichler

Am Ende des Gottesdienstes überreichte Pfarrer Hoyanic zunächst Thoms Kaiser eine Fotografie, die ihn im Fastnachtshäs zeigt. Dabei erinnerte der Pfarrer an seine erste Begegnung mit Thomas Kaiser im Jahre 2000. Damals war er nach Höchenschwand gereist, um seine neue Pfarrstelle kennenzulernen. Kaiser habe ihn wohl nicht als Pfarrer erkannt und ihn gerügt, weil er seinen Wagen vor dem Pfarrhaus geparkt hatte.

(pic) Zunftmeister Martin Hagenbucher und Pfarrer Ivan Hoyanic (v.l.) bei der Übergabe des Gastgeschenkes an die Narrenzunft. Foto: Stefan Pichler
(pic) Zunftmeister Martin Hagenbucher und Pfarrer Ivan Hoyanic (v.l.) bei der Übergabe des Gastgeschenkes an die Narrenzunft. Foto: Stefan Pichler

Im Weiteren beschenkte der Pfarrer Zunftmeister Martin Hagenbucher mit einer eingerahmten Textfassung des „Höchenschwander Liedes“ von Christan Gotthard Hirsch. Die Organistin Franziska Rogg spielte dazu auf der Kirchenorgel den Höchenschwander Narrenmarsch als Ehrungsmelodie. Hagenbucher bedankte sich bei Pfarrer Hoyanic mit einem Shirt mit dem aufgedruckten Logo der Zunft. In seiner kurzen Ansprache zeigte er sich erfreut, dass so viele Hästräger an dem Gottesdienst teilgenommen haben. „Wir sind eins und leben in einer tollen Gemeinde“, schloss der Zunftmeister. In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Stefan Dorfmeister „für die schöne Geste einer Narrenmesse“ bei Pfarrer Ivan Hoyanic, aber auch bei den Organisatoren der Narrenzunft.