Zum letzten Mal wurde in diesen Tagen eine Abschlussklasse der Haupt- und Werkrealschule Höchenschwand in der Teamwelt verabschiedet. Nach einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche erhielten 16 Schüler der Klasse 9 im Rahmen einer kleinen Feier von Rektor Arno Wagner und Klassenlehrerin Anna Ebner ihre Abschlusszeugnisse. Alle hatten die Prüfung bestanden. Der Klassendurchschnitt lag bei 2,2.

Zwei Preise für Lia Schmidt

Klassenbeste mit einem Notenschnitt von 1,1 wurde Lia Schmidt aus Höchenschwand. Die Schülerin erhielt von Klassenlehrerin Anna Ebner zwei Buchpreise. Insgesamt elf Mal wurde die Abschlussnote gut erreicht. Drei Schüler schlossen mit befriedigend ab. Zwei Schüler starten eine Berufsausbildung, 14 Schüler besuchen eine weiterführende Schule mit dem Ziel, den mittleren Bildungsabschluss zu erlangen.

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Der Rektor wählte für seine Ansprache die chinesische Erzählung über einen ungeduldigen Bauern, der nach der Aussaat an jeder Pflanze gezogen hatte, um so das Wachstum zu beschleunigen. Alle Pflanzen waren aber vertrocknet. „Von Euch liebe Neuntklässler, ist niemand vertrocknet. Ihr seid bei uns gewachsen, der eine schneller, der andere langsamer. Am Ende konnten wir eine hervorragende Ernte einfahren, denn jeder hat die Abschlussprüfung bestanden.

Als Klassenbeste erhielt Lia Schmidt (links) von Klassenlehrerin Anna Ebner zwei Buchpreise.
Als Klassenbeste erhielt Lia Schmidt (links) von Klassenlehrerin Anna Ebner zwei Buchpreise. | Bild: Pichler, Stefan

Wagner dankte in diesem Zusammenhang allen Gärtnern (Lehrern), die die Klasse in den vergangenen Jahren gehegt und gepflegt hatten. Im Gegensatz zu dem Bauern hätten sie die Schüler mit viel Geduld begleitet und ein vertrauensvolles Klima geschaffen.

Warme Worte vom Schulleiter

An die Schüler gewandt sagte Wagner: „Wenn Ihr an der Werkrealschule Höchenschwand neben den schulischen Fächern auch gelernt habt, Vertrauen aufzubauen, Anteil zu nehmen und Zeit an andere Menschen zu verschenken, dann haben wir es geschafft oder zumindest den Grundstein dafür gelegt, dass ihr nun selbst zu Gärtnerinnen und Gärtnern werden könnt“.

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Klassenlehrerin Anna Ebner verzichtete auf eine der sonst üblichen Abschlussreden. Stattdessen hatte sie viel Zeit dafür aufgewendet, die charakterlichen Eigenschaften jedes Mitgliedes der Klasse aufzuschreiben um sie am Abend vorzutragen. „Ich werde nun jeden Schüler beschreiben und ich bin gespannt, ob die Eltern und Mitschüler erkennen, um wen es sich handelt“, begann die Klassenlehrerin ihre Ausführungen. Der lang anhaltende, stehende Applaus am Ende zeigte, dass sie mit ihren Einschätzungen der Schüler richtig lag. „Du hast 16-mal den Nagel auf den Kopf getroffen“, stellte auch Schulleiter Arno Wagner fest.

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Gemeinderat Georg Villinger überbrachte in Vertretung des Bürgermeisters die Glückwünsche der Gemeinde. Er sah die Durchlässigkeit des Bildungssystems als sehr wichtig an. „Ihr liebe Schülerinnen und Schüler könnt nun entsprechend den jeweiligen Neigungen auf weiterführende Schulen gehen oder einen Beruf erlernen. Als ehemaliger Schüler der Höchenschwander Hauptschule könne er feststellen: Alle aus unserer Klasse haben es zu etwas gebracht, weil unsere Lehrer eine super Grundlage geschaffen haben.“

Die Elternbeiratsvorsitzende Manuela Wilde erinnerte an die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schulleiter Arno Wagner. Besonders erwähnte sie den Aufstieg der Hauptschule zur Werkrealschule im Schuljahr 2012/2013. „Arno, es war eine tolle Zeit mit Dir“, lobte sie.