Die Vereinslandschaft in Höchenschwand ist nun noch reicher: Der Verein Nachbarschaftshilfe Höchenschwand ist am Mittwoch gegründet worden. Ziel ist es, zukünftig hilfsbedürftige Menschen in der Gemeinde zu unterstützen und die Altenhilfe zu fördern. Die Gründungsversammlung im katholischen Gemeindezentrum Erzbischof Oskar Saier war gut besucht, unter den Gästen waren neben Vertretern der Caritas und der Nachbarschaftshilfevereine aus Freiburg und dem Dachsberg auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Sebastian Stiegeler und Peter Grün.

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Zur Vorsitzenden wurde Anni Vogelbacher aus Höchenschwand gewählt. Dem Vorstand gehören außerdem Bettina Herth (stellvertretende Vorsitzende), Gisela Satzer (Schriftführerin), Heinz und Anna Maria Regele (Kassierer), Helga Baumgartner, Volkmar Hain, Zainab Kassim und Hildegard Sperl (Beisitzer) sowie Adeline Kehr und Angela Mauer, die zusammen die Einsatzleitung bilden, an. Kassenprüfer sind die Gemeinderäte Dominik Ebner und Oliver Rombach.

35 Gründungsmitglieder

Der Verein wurde von 35 Mitgliedern gegründet. Vor dem Wahlgang, der von Peter Schwander von der Geschäftsführung der Caritas Sozialstationen am Hochrhein geleitet wurde, informierte Susanne Hartmann vom Verein Nachbarschaftshilfe Freiburg über ihre Erfahrungen der vergangenen 18 Jahren. Die Nachbarschaftshilfen seien ursprünglich im Jahre 2001 als Zweig der Landfrauenbewegung entstanden. Bis heute habe es in ihrem Bereich 70 bis 80 Gründungen gegeben, berichtete sie.

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Ziel der Nachbarschaftshilfevereine sei es, diejenigen, die Hilfe brauchen, mit Menschen zu vernetzen, die bereit sind, zu helfen, sagte Hartmann. Ein großes Thema sei der finanzielle Aspekt, denn die Hilfe müsse einerseits bezahlbar sein, im Gegenzug müsse aber auch über eine Aufwandsentschädigung für das bürgerschaftliche Engagement nachgedacht werden.

Erfahrungen aus der Praxis

Die Vorsitzende des Vereins Bürger für Bürger aus Dachsberg, Gaby Stich, berichtete über den Alltag ihres Vereins, der vor fünf Jahren gegründet wurde und dem heute 160 Mitglieder und 50 Helfer angehören. Auch auf dem Dachsberg sei die Entlohnung der Helfer ein großes Thema gewesen. Die Entwicklung der Unterstützungszeiten und der Fahrtkilometer haben aber gezeigt, dass es ohne eine gewisse finanzielle Leistung nicht gehe, sagte Stich.

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Sie nannte einige Zahlen: So seien die Unterstützungszeiten von 80 ehrenamtlichen Stunden im Jahre 2014 auf 600 Stunden in 2018 gestiegen. Bei den zurückgelegten Kilometern habe es einen Anstieg von 400 auf 1500 gegeben. Stich erläuterte auch das Hilfsangebot des Vereines. Putzdienste oder das Schneeschippen habe man aus dem Angebotskatalog herausgenommen. Auch die Hilfen im Haushalt wurden genau definiert. „Wir wollen keine billigen Haushaltshilfen sein“, begründete sie die Vorgehensweise.

Einkaufen, Begleiten oder Vorlesen

Die Versammlung stimmte dem vorgeschlagenen Jahresmitgliedsbeitrag in Höhe von 15 Euro zu. Vogelbacher stellte die Leistungen des neuen Nachbarschaftshilfevereins vor: Das Team will zunächst Hilfen bei der häuslichen Versorgung bieten. Die Helfer sollen also beispielsweise einkaufen, Menschen begleiten oder vorlesen. Die Vorsitzende kündigte an, den Erlös eines Flohmarktes für die Arbeit des Vereins verwenden zu wollen.

Weitere Informationen zum Verein gibt es bei Hildegard Sperl (Telefon 07672/903 70 oder E-Mail hildegard.sperl@t-online.de).