Die Weißen Hasen sind eine Gruppe von Freizeitradlern aus der Region. Seit inzwischen zehn Jahren unternehmen sie donnerstagabends gemeinsame Mountainbike-Ausfahrten. Dabei steht nicht der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund, sondern der Spaß am Radfahren und die Geselligkeit in der Gruppe. Präsident der Radfahrer ist Waldemar Hug aus Attlisberg. Der ungewöhnliche Name ist eine Geschichte für sich.

Wie alles anfing

Seit seiner Jugend habe es einen Freundeskreis von vier bis fünf jungen Leuten gegeben, die zusammen etwas unternommen haben, erzählt Waldemar Hug. Unter anderem seien das gemeinsame Wanderungen gewesen. Beim obligatorischen Abschlusshock einer Wanderung im Jahr 2007 sei beschlossen worden, im folgenden Jahr zur Abwechslung einmal eine Radtour zu unternehmen. Diese hat dann tatsächlich auch stattgefunden und so viel Spaß gemacht, dass man sich danach in den Sommermonaten an jedem Donnerstag zu zweistündigen Abendfahrten getroffen hat.

Die Strecken seien im Wechsel von den Gruppenmitgliedern festgelegt worden. Als zentraler Treffpunkt sei die Haagwaldhalle in Remetschwiel ausgemacht worden. Von Anfang an hatte es jedes Jahr auch eine mehrtägige Ausfahrt und zum Saisonabschluss eine eintägige Herbstfahrt gegeben. Auch dabei hatten sich die Gruppenmitglieder bei der Organisation geeigneter Unterkünfte, des Gepäcktransports und bei der Streckenplanung abgewechselt. Nie sei außer den üblichen Pannen etwas Ernsthaftes passiert.

Auch der seltsame Name der Gruppe hat eine Geschichte. Den Namen Weiße Hasen haben sich die Radfahrer 2011 während einer dreitägigen Tour vom Furka-Pass nach Höchenschwand gegeben, erzählt Hug. Beim Abendessen in einem Hotel in Solothurn sei die Idee aufgekommen, sich als Team für den Waldhauscup anzumelden. Da aber der Meldeschluss kurz bevorstand, sollte die Ehefrau des Gruppenmitglieds Joachim Tröndle die Gruppe telefonisch anmelden. Über die Rückmeldung erfuhren die Radler dann, dass eine Anmeldung nur unter einem Teamnamen möglich sei. „Es war für uns sehr schwer, so kurzfristig einen Namen zu finden“, erzählt Hug. Da die Radler an diesem Abend gerade das Weizenbier Weiße Hasen von der Hasenbrauerei in Augsburg tranken, legte die Gruppe kurzentschlossen den Namen dieses Getränks als Teamname für den Wettbewerb fest.

Zu seinem Amt als Präsident der Gruppe sei er eher zufällig gekommen, sagt Waldemar Hug. Er habe einmal für die Radfahrer etwas organisiert und dabei ohne Rücksprache einen Termin festgelegt. Aus der Gruppe heraus sei dann gespöttelt worden, dass er als selbst ernannter und nicht gewählter Präsident über die anderen bestimmt habe. „Seither bin ich für die Mountainbiker ihr Präsident“, erzählt er.

Zu den unvergesslichen Erlebnissen zählen etwa die Teilnahmen am Waldhauscup in Bannholz. „Seit 2011 nehmen eigentlich immer einzelne Mitglieder an dem doch sehr anspruchsvollen Waldhauscup teil“, berichtet Hug. Gerne erinnert er sich an viele, teils sehr anspruchsvolle Radausfahrten. Die Tagesetappen hatten, je nach den zu bewältigenden Höhenmetern, zwischen 100 und 120 Kilometern betragen.

Neben der Fahrt vom Furka-Pass nach Höchenschwand denkt er dabei auch an die Tour auf dem Mittelweg von Pforzheim nach Höchenschwand, an eine weitere Fahrt nach Augsburg in die Hasenbrauerei oder auch an die diesjährige Fahrt, die vom Heimatort durch das Neckartal bis nach Heilbronn geführt hatte. Gleich mehrmals sind die Radler in den vergangenen zehn Jahren zum Weinfest nach Ihringen gefahren. „Das waren immer sehr gesellige Fahrten“, erinnert sich Waldemar Hug. Bei einer dieser Fahrten sei auch das Foto mit der Weinkönigin und der Weinprinzessin entstanden.