Erst im neuen Jahr können sich die Türen der Gemeinschaftsschule Hotzenwald für die Schüler öffnen. Der Grund für die erneute Verschiebung liegt daran, dass die Brandschutztüren, wegen Lieferengpässen auf sich warten lassen. Sie sind wesentlicher Bestandteil für den regulären Betrieb. „Dieser Umstand ist für alle Beteiligten sehr mühsam“, betonte Bürgermeister Christian Dröse bei einem Gang durch den Neubau.

Die Möbel, sie müssen nur noch ausgepackt werden, warten schon auf die Schüler und Lehrer. Auch die Mensa ist bereit für den Betrieb. Noch hängen zwar einige Kabel aus den Wänden und Monteure sowie Handwerker arbeiten mit Hochdruck daran, die Inneneinrichtungen fertig zu machen, aber das ist nicht das Problem, warum die Schule noch geschlossen bleiben muss. Es sind aktuell die Brandschutztüren, die durch Corona bedingte Lieferengpässe nicht rechtzeitig geliefert und eingebaut werden können.

Seitens der Gemeinde erfolgten die Ausschreibungen und schlussendlich die Vergabe rechtzeitig, betont Dröse. „Ohne die Brandschutztüren ist ein ordentlicher Betrieb nicht möglich“, argumentiert Dröse. Intensiv wurde nach Bekanntwerden der Lieferverzögerung zusammen mit dem Brandschutz und der Baurechtsbehörde in Bad Säckingen nach Möglichkeiten gesucht, um eine Notinbetriebnahme möglich zu machen. „Wir hätten jedoch für einen temporär kurzen Zeitraum so viel Geld in die Hand nehmen müssen, dass wir das Vorhaben als nicht möglich ad acta legen mussten“, argumentiert Bürgermeister Dröse.

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Dröse nannte für das Provisorium einen Betrag von rund 25.000 bis 30.000 Euro. Unter anderem hätten eine mobile zweite Fluchttreppe, ebenso automatisch auslösende Brandmelder installiert werden müssen. Auch ein Ausweichen auf Container wurde ins Auge gefasst, allerdings seien, laut Dröse, auf die Schnelle keine Container verfügbar gewesen. Ebenfalls als nicht realisierbar und zu teuer stellte sich ein provisorischer Einbau mit alternativen Türen heraus.

Ein Bezug wurde schon mehrfach, bedingt durch diverse Verzögerungen beim Bau, verschoben. Erster Termin für einen Bezug war im Februar, dann wurde ein Zeitpunkt nach den Herbstferien ins Auge gefasst und schließlich wurde das Jahresende angepeilt. Aktuell besteht die Hoffnung, dass im ersten Quartal des neuen Jahres die Schüler einziehen könnten. Auf Mitte Februar 2022 liege der Gemeinde eine Lieferzusage für die Brandschutztüren vor, betonte Bürgermeister Dröse.

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Der ursprüngliche Plan sah so aus, dass die Schüler aus dem Altbau zunächst alle Räume der neuen Schule, also auch die Fachräume, als Klassenzimmer nutzen sollten. Gleichzeitig sollten die Klassenzimmer und Fachräume im Altbau zu Klassenzimmern umgebaut werden. Die neue Situation erfordert es nun, dass nicht alle vier Flügel des Altbaus gleichzeitig in Angriff genommen werden können. Zunächst soll in einem Flügel mit der Sanierung begonnen werden. Als Ausweichklassenzimmer werden dazu die Werk-, Chemie- und Physikräume, zu Klassenräumen umfunktioniert. Vor allem für den Werkraum wurde nach einem Ausweichraum gesucht, der nun möglicherwiese in der Rotmooshalle liegen könnte. „Ich bin sehr froh, dass wir zusammen mit der Schulleitung und den Fachlehrern diese Lösung finden konnten“, stellte Dröse erleichtert fest.

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Mit dem Start der Altbausanierung sei Eile geboten, denn es bestünden Verträge mit Firmen, die eingehalten werden müssten, um nicht mit Regressansprüchen konfrontiert zu werden, erklärt Dröse. Der Sanierungsbeginn wurde auf Anfang Januar festgelegt. Erst wenn der Altbau saniert ist, kann die Gemeinschaftsschule in Betrieb gehen.