Der Abschied vom langjährigen Gesamtkommandanten Christian Dröse und die Wahl des neuen Kommandos stand am Samstag im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Herrischrieder Wehr. Zum neuen Kommandanten wurde Michael Siebold, zu seinem Stellvertreter Andreas Ückert gewählt. Dröse wurde mit dem Silbernen Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet und langjährige Kameraden geehrt.

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Vieles war in dieser Hauptversammlung, die eigentlich bereits im November des vergangenen Jahres hätte stattfinden sollen, coronabedingt anders als gewohnt. Das Vorgehen war mit Innen- und Gesundheitsministerium abgestimmt, es wurden im Vorfelds freiwillige Teste angeboten und auf die Einhaltung der Hygienevorschriften streng geachtet. Verzichtet wurde auf die sonst üblichen Berichte, der Fokus lag auf Wahlen und Ehrungen.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Ralf Rieple (links) zeichnete den scheidenen Kommandanten der Herrischrieder Gesamtwehr mit dem Silbernen Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes aus.
Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Ralf Rieple (links) zeichnete den scheidenen Kommandanten der Herrischrieder Gesamtwehr mit dem Silbernen Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes aus.

Mit einem auf allen Posten neu besetzten Kommando geht, nachdem nicht nur der Gesamtkommandant, sondern auch die anderen Mitglieder der Führungsspitze nicht wieder zur Wahl angetreten waren, die Gesamtwehr in die kommenden Jahre. Zum neuen Kommandanten wurde Michael Siebold, zu seinem Stellvertreter Andreas Ückert gewählt. Beide erhielten jeweils 49 der 53 abgegebenen Stimmen. Standen Dröse mit Markus Berger und Michael Allgaier noch zwei Stellvertreter zur Seite, verzichtet das neue Kommando auf einen zweiten stellvertretenden Kommandanten. Das neue Führungsquartett komplettierten Schriftführerin Lisa Bölle und Kassierer Tobias Gerspach. Zudem wurden die Ausschussmitglieder von ihren jeweiligen Abteilungen gewählt.

In der Hauptversamlung am Samstag wurden Roland Biehler (40 Jahre), Heinz Waßmer (50 Jahre), Christian Dröse (Silbernes Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes) und Michael Dröse (50 Jahre) , von links, ausgezeichnet.
In der Hauptversamlung am Samstag wurden Roland Biehler (40 Jahre), Heinz Waßmer (50 Jahre), Christian Dröse (Silbernes Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes) und Michael Dröse (50 Jahre) , von links, ausgezeichnet.

Eine besondere Ehre wurde dem scheidenden Gesamtkommandanten zuteil: Er erhielt das Silberne Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes. „Man ringt um Worte“, sagte Dröse angesichts dieser hohen Ehrung. Sobald der Feuerwehrausschuss wieder tagt, soll Dröse zudem zum Ehrenkommandanten der Herrischrieder Gesamtwehr ernannt werden.

Eine Premiere stand im Rahmen der Hauptversammlung ebenfalls an. Erstmals wurde zwei Kameraden – Michael Dröse und Heinz Waßmer – mit dem Ehrenzeichen in Gold in besonderer Ausführung für 50-jährigen Dienst in der Wehr ausgezeichnet. Zudem wurden weitere langjährige Aktive geehrt. Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger erklärte, die Feuerwehrangehörigen seien der Garant für die Sicherheit in der Gemeinde.

Berger und Allgaier ließen die vergangenen 15 Jahren, in denen Dröse an der Spitze der Herrischrieder Wehr stand, Revue passieren. Mit 26 Jahren jüngster Gesamtkommandant standen in seiner Amtszeit rund 400 Einsätze an. Dröse war zudem einer der Gründer der Jugendfeuerwehr, war maßgeblich an der Gründung des Fördervereins beteiligt und initiierte das Rauchmelderprojekt für Neugeborene sowie die Brandschutzerziehung in Schule und Kindergarten. Zudem kamen Fahrzeugbeschaffungen, die aktive Mitgliederwerbung und die Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans für die Gemeinde zur Sprache. „Wenn man ihn braucht, Christian ist da und macht und tut“, so das Fazit von Allgaier. Bürgermeisterstellvertreter Manfred Krüger, selbst Feuerwehrkamerad, wies auf die besondere Verantwortung der Kommandanten der Gesamtwehr hin. „Man muss mit Leib und Seele dahinterstehen“.

Es habe Tage gegeben, da habe er sich gefragt, warum er sich das antue, erinnert sich Dröse . Aber „ganz, ganz überwiegend“ seien die Tage gewesen, an denen er sich gesagt habe: „Schön, dass ich dieses Amt innehabe“. Sein Dank galt seiner Famile und den Weggefährten für ihre Unterstützung.