Das Freilichtmuseum Klausenhof, das seit Mai dieses Jahres von der Gemeinde Herrischried betreut wird, erfreut sich bei Besuchern immer größerer Beliebtheit. Zudem mehren sich die Anfragen, Trauungen in einem größeren Rahmen vornehmen zu können. Dem trägt die Gemeinde nun Rechnung. Trauungen können nun auch im Wagenschopf geschlossen werden und der urige Schopf bietet sich zudem für Gesellschaften und kulturelle Veranstaltungen an.

Die Nutzungsgebühren

Die Benutzungsgebühren wurden neu geregelt und teilweise auch erhöht. Um Familien- und Behindertenkarten wurden die Eintrittspreise erweitert. Der Gemeinderat stimmte in der jüngsten Sitzung geschlossen für die neue Gebührenregelung, die bereits am 15. September in Kraft tritt.

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Weggefallen sind die unterschiedlichen Gebühren bei der Nutzung der Klausenhofstube für standesamtliche Trauungen für Einheimische und Auswärtige. „Diese Regelung sorgt immer wieder für Unmut“, erklärte Bürgermeister Christian Dröse. Allerdings werden bereits gebuchte Termine für Trauungen noch nach dem bisherigen Gebührenkatalog, der 25 Euro für Einheimische und 50 Euro für Auswärtige vorsah, abgerechnet.

Hochzeiten

Neben der bisherigen Möglichkeit, eine Trauung in der Klausehofstube zu vollziehen, kommt als neuer Ort der Wagenschopf ins Spiel, vor allem für Trauungen mit größeren Gesellschaften. Die neuen Nutzungsgebühren betragen pauschal 60 Euro für die Nutzung der Klausenhofstube für Trauungen und 200 Euro für Trauungen im Wagenschopf. Der höhere Betrag im Wagenschopf resultiert daher, dass ein größerer Aufwand beim Herrichten des Raums gegeben ist.

Andere Veranstaltungen

Der Wagenschopf kann darüber hinaus auch für andere Festlichkeiten oder Kulturveranstaltungen gebucht werden. Die Miete kann pro Stunde (30 Euro) oder pro Tag (180 Euro) verrechnet werden. Nicole Allgaier (CDU) fand es fair und gerechtfertigt, dass bei Veranstaltungen eine Miete bezahlt werden muss.

Der Eintritt

Unverändert bleiben die Eintrittspreise für die Besichtigung des Klausenhofs für Erwachsene mit 4 Euro (3,50 Euro mit Gästekarte) und für Jugendliche mit 2 Euro. Profitieren können Familien mit der neuen Familienkarte für 10 Euro. Günstiger sollen mit 3,50 Euro nun auch Menschen mit Behinderung das Museum besuchen können. Grünen-Gemeinderätin Ann­kathrin Mickel tat sich schwer, mit dem Eintrittspreis für Menschen mit Behinderung. Sie war der Ansicht, dass der Klausenhof nicht behindertengerecht ist und der Eintritt nicht gerechtfertigt sei. Eine geeignete Infrastruktur sollte geschaffen werden, sagte sie. Manfred Krüger (FW) fand den Preis gerechtfertigt. Weiter war er der Meinung, dass die Gemeinde nicht in Vorleistung für Investitionen für eine Infrastruktur gehen könne, erst müsse Geld in die Kasse kommen, sagte der Gemeinderat.

Der Förderverein

Für Veranstaltungen des Fördervereins werden keine Gebühren erhoben, da die Einnahmen ohnehin dem Freilichtmuseum Klausenhof zukommen. Die neuen Gebühren wurden im Vorfeld mit dem Förderverein abgesprochen. Die Ausweitungen der Aktivitäten werden auch dahingehend positiv gesehen, um den Klausenhof noch bekannter zu machen.