Endlich war es so weit: Nach der gefühlt „ewigen“ Zeit von exakt einem halben Jahr Bauphase feierte am Sonntag das „Team Gugelstüble“ des Schwarzwaldvereines Herrischried mit vielen Gästen die Einweihung der neuen Räumlichkeiten mit der modernen Gastroküche.

Unter der Leitung von Joachim Wehrle eröffnete die Trachtenkapelle Hogschür die Festlichkeiten zur Einweihung des Erweiterungsbaues. Mit dem „80er-KULT Medley“ und den deutschsprachigen Titeln wie „Skandal im Sperrbezirk“ machten die Blasmusiker mächtig Stimmung auf der Gugel, dem Hausberg des Hotzenwaldes. Am Samstag beim letzten Akt, dem Aufstellen des neuen Gipfeltisches, goss es noch in Strömen. Am Festtag selbst hatte Petrus ein Einsehen.

Die Sonne lachte: Die Sitzgelegenheiten um das Guegelstübchen wurden zur Mittagszeit knapp und es musste nachgestuhlt werden. .
Die Sonne lachte: Die Sitzgelegenheiten um das Guegelstübchen wurden zur Mittagszeit knapp und es musste nachgestuhlt werden. . | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

„Rechtzeitig beim ersten Ton kam der erste Sonnenschein“, so begrüßte der sichtlich über den Wetterwechsel erfreute Vereinsvorstand Christof Berger die Gäste. Er ließ die Geschichte des Gugelstübchens noch einmal Revue passieren. „Nur in der Gemeinschaft mit einem gut funktionierenden Helferteam ist es möglich, ein guter Gastgeber auf dem beliebten Ziel für Wanderer und Mountainbiker zu sein“, fuhr er fort und bedankte er sich bei seinen Helfern, den beteiligten Handwerkern und der Gemeinde, die das Grundstück zur Verfügung stellt.

Trocken und mit Sonne: Die TK Hogschür wusste mit dem „80er-KULT Medley“ und den deutschsprachigen Titeln auf der Gugel zu ...
Trocken und mit Sonne: Die TK Hogschür wusste mit dem „80er-KULT Medley“ und den deutschsprachigen Titeln auf der Gugel zu gefallen | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Jeder Bauabschnitt auf der Gugel wurde mit kirchlicher Begleitung eingeweiht. So auch am heutigen Tage. Die Gemeindereferentin Beate Tasse war sehr gerne hoch auf die Sonnenterrasse gekommen. Mit einem strahlenden Lächeln nach kurzen Wechselgebeten und Fürbitten segnete sie die neuen Räume und die anwesenden Helfer und Gäste.

Die Sonne kam immer mehr hinter den Wolken hervor und die Sitzgelegenheiten um das Gugelstübchen wurden zur Mittagszeit knapp. Das sechszehnköpfige Team kam trotz Platz und neuer Gastroküche mächtig ins Schwitzen. Hilde Kaiser vom Helferteam berichtete, dass sie nur drei Säcke Kartoffel gerichtet hätte. Doch als sie morgens aus dem Fenster geblickt habe, hätte sie noch einmal kräftig welche nachgeschält. Die 50 Kilogramm Kartoffelsalat waren schlussendlich schon am frühen Nachmittag verspeist. Auch die Bratwürste von Alois Jarusel gingen gut, und es musste frühzeitig Nachschub beim Metzger geholt werden.

Guten Appetit: 50 Kilogramm Kartoffelsalat wurden verzeht und frühzeitig wurden neue Bratwürste beim Metzger abgeholt.
Guten Appetit: 50 Kilogramm Kartoffelsalat wurden verzeht und frühzeitig wurden neue Bratwürste beim Metzger abgeholt. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Bürgermeister Christian Dröse ließ es sich nicht nehmen, und auch er dankte im Namen des Gemeinderates und vor allem der Bevölkerung: „Danke den Ehrenamtlichen und den Handwerkern, die tatkräftig an dem Ausbau beteiligt waren. Die Gugel als Touristenmagnet mit toller Einkehrmöglichkeit bleibt uns mit dem Ausbau noch lange erhalten.“

Vorbildlicher Einsatz : Bürgermeister Christian Dröse war vollen Lobes für den Ausbau des Touristenmagneten oben auf der Gugel durch die ...
Vorbildlicher Einsatz : Bürgermeister Christian Dröse war vollen Lobes für den Ausbau des Touristenmagneten oben auf der Gugel durch die Ehrenamtlichen und die Handwerker. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Die Gaudikrainer, fünf Musiker aus dem Südschwarzwald und dem Hotzenwald, wurden schon 2020 vom Herrischrieder Schwarzwaldverein eingeladen, um auf der Gugel für Unterhaltung zu sorgen. Jetzt, endlich nach zwei Jahren an diesem schönen Nachmittag, konnten sie ihre Eigenkomposition „Blick vom Gugelturm“ am Ort des Geschehens uraufführen. Langsam wurde es frischer, und ein aufregender Tag neigte sich dem Ende. Doch vor dem Aufbruch hatte der Vorsitzende Christof Berger eine erfreuliche Nachricht für die Biker. Ab sofort, wenn der Akku eine Erfrischung braucht, ist das kein Problem mehr. Kostenlos können, während der Öffnungszeiten des Gugelstübchens an vier Steckdosen der Schutzhütte, die Batterien wieder aufgeladen werden.