Das Neubaugebiet „Ackern V“ nimmt immer mehr Gestalt an. Im April legte der Gemeinderat mit dem städtebaulichen Entwurf die Größe des Neubaugebiets fest. Im Mai wurden die Vergabekriterien für die Bauplätze fixiert.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden nun die Grundstücksverkaufspreise beschlossen. Demnächst kann nun mit der Ausschreibung der Bauplätze begonnen werden. Im Herbst könnte der Bebauungsplan erstellt werden, ließ Bürgermeister Christian Dröse in der Sitzung verlauten.

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Den Preis pro Quadratmeter Bauland für Einfamilien- und Doppelhäuser legte der Gemeinderat, mit zwei Gegenstimmen, auf 130 Euro fest. Der Quadratmeterpreis für Mehrfamilienhäuser beträgt 156 Euro. Ein wesentlicher Teil des Grundstückspreises liegt in den allgemeinen Erschließungskosten, welche die Gemeinde zunächst aufbringen muss.

Geschätzte Kosten

Ermittelt wurden die grob geschätzten Erschließungskosten in Höhe von rund 1.760.000 Euro vom Ingenieurbüro Tillig. Eine Preissteigerungsrate von zehn Prozent ist darin bereits eingerechnet. Auch Baunebenkosten wie Bauleitung, Gutachten und Vermessungskosten sind in den Erschließungskosten mit einem Anteil von zirka 25 Prozent enthalten. Mit einberechnet in der Kostenschätzung ist zudem der Ausbau der bereits vorhandenen Michale-Eckert-Straße, welche durch das Baugebiet führt, da diese Straße bereits Schäden im Fahrbahnbelag aufweist.

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Die Kosten für die Ausgestaltung des vorgesehenen Spielplatzes und eventuell erforderliche Ausgleichsmaßnahmen sind in der Kostenschätzung nicht enthalten. Auch könnten noch Unwegsamkeiten aufgrund der Baugrundverhältnisse die Baukosten maßgeblich verändern, stellten die Planer in ihrem Bericht dar. FW-Gemeinderat Manfred Krüger votierte in der Sitzung dafür, den Verkaufspreis so zu benennen, dass die Gemeinde nicht drauflegen müsse. Bedenken hinsichtlich der möglicherweise steigenden Kosten der Erschließung hatte Grünen-Gemeinderat Ulrich Gottschalk. Für die Innenerschließung, für die jeder Bauherr selber zuständig ist, entstehen den jeweiligen Bauherren zusätzliche Kosten.

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Der gemeinsame Gutachterausschuss ermittelte einen Bodenrichtwert für baureifes Land in Höhe von 83 Euro pro Quadratmeter. Bürgermeister Christian Dröse rechnete vor, dass, würden allein die ermittelten Gesamterschließungskosten von 1.760.000 Euro auf das Nettobauland in Quadratmeter umgelegt, ein Quadratmeterpreis von 95,48 Euro herauskäme. Damit wären allerdings lediglich die Kosten gedeckt, aber kein Gewinn erwirtschaftet. Da auf den Grundstücken für die zwei Mehrfamilienhäuser deutlich mehr Wohnraum geschaffen werden könne, setzten die Gemeinderäte den Quadratmeterpreis um 20 Prozent höher, auf 156 Euro, an.