Der zweite Wahlgang am kommenden Sonntag, 2. August, um das Amt des Herrischrieder Bürgermeisters steht kurz bevor. In einer lockeren Runde trafen sich am Dienstagabend zwölf Interessierte im privaten Garten von Bürgermeisterkandidat Manfred Krüger, um mehr Klarheit und Wahrheit in die Gerüchteküche, die in den vergangenen Wochen tüchtig gerührt wurde, zu bringen.

Gegenstand der Aussprache war auch das Gerücht darüber (Zitat Manfred Krüger): „Was Krüger als Bürgermeister angeblich tut oder auch nicht tut.“ Im Vorfeld der Veranstaltung ließ Manfred Krüger verlauten, dass er sich freuen würde, wenn die Wähler weniger auf ungeprüfte Behauptungen und Gerüchte hören würden und stattdessen lieber sein Angebot zu einem persönlichen Gespräch annehmen würden. Am Dienstagabend nahmen einige Wähler dieses Angebot an. Manfred Krüger stellte sich den Fragen und bezog Stellung zu Themen. Er trat zudem an, die kursierende Meinung, „Krüger ist gegen alles“ zu widerlegen.

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  • Eishalle und Hallenbad: Ob die Eishalle samt Hallenbad bald wieder öffnen könne, hänge einzig von den gültigen Vorgaben ab, betonte Krüger. Er bestätigte zudem, dass der Gemeinderat sich darüber einig war, vorläufig die Eishalle und das Hallenbad geschlossen zu lassen.
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  • Bauvorhaben: „Der Gemeinderat hat nach Recht und Gesetzt zu handeln“, betonte Krüger. Wenn die Gemeinde eine unzulässige Entscheidung treffe, werde sie von der Baurechtsbehörde korrigiert. Damit liege der „Schwarze Peter“ zwar nicht mehr bei der Gemeinde, aber dem Bauherrn sei damit nicht geholfen. Zum Thema Gewerbegebiet hinterfragte Krüger: „Macht es überhaupt Sinn?“ Firmen müssten jetzt an den Tisch geholt werden, vorrangig gelte es Arbeitsplätze zu schaffen, betonte er. Zum brisanten Thema Schulhausneubau mit einem engen Zeitplan, bis zum Winter sollte das Gebäude dicht gemacht sein, erläuterte Krüger auf Nachfrage der Anwesenden: „Die Schule ist nicht mehr zu stoppen, aber es ist fraglich wie es weiter geht“. Zu den vielen Baustellen in der Gemeinde sagte er: „Man muss ehrlich sein dazu was geht, wenn kein Geld da ist.“ Nicht alles könne sofort gemacht werden und das Geld dürfe nicht mit der Gießkanne verteilt werden. Dazu stellte er klar: „Der Wähler will angelogen werden, aber nicht von mir.“
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  • Verwaltung: Auch das kursierende Vorurteil „Krüger ist nur ein Verwalter, kein Macher“, ging er an. „Ich beschäftige mich nicht mit Themen die nichts bringen, ich konzentriere mich auf das Wesentliche“, führte er aus. Wenn es konservativ sei, Dinge im Vorfeld genau zu prüfen, bevor man sie verspreche, dann sei er konservativ, was aber nicht ausschließe, dass er offen für Neues sei.