Anfang Februar haben in ganz Deutschland 34 Kommunen als Erstunterzeichner die Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland“ auf den Weg gebracht. In der jüngsten Gemeinderatssitzung setzte auch Herrischried, in Person von Bürgermeister Christian Dröse, auf Initiative von Grünen-Gemeinderat Dirk Bürklin, die Unterschrift unter die Resolution.

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Herrischried ist eine Fairtrade-Gemeinde und sollte mit der Unterzeichnung ihre Verantwortung als solche wahrnehmen, betonte Dirk Bürklin eingangs. Er sagte, dass die gängige Meinung bestehe, dass es wichtig sei, dass das Gesetzt komme. Aber freiwillig würde es wohl nicht funktionieren, erläuterte Dirk Bürklin. Es brauche eindeutige Haftungsregelungen, mit denen die produzierenden Firmen in die Verantwortung genommen werden könnten. Mit der Unterzeichnung der Resolution soll ein klares Signal an die Bundesregierung gesendet werden, jetzt zu handeln und Menschenrechte zu schützen. Manfred Krüger, CDU-Gemeinderat, betonte, mit dem Papier soll dargelegt werden: „Wir wollen das auch und nicht nur davon sprechen.“

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Gefordert wird in dem Papier die Schaffung eines Lieferkettengesetzes für Deutschland als ein wesentlicher Baustein für mehr globale Gerechtigkeit. Das Lieferkettengesetz ist ein Instrument zur weltweiten Förderung von menschenwürdigen und fairen Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette eines Produkts. Die Unternehmen sollen verpflichtet werden, die Einhaltung der Sorgfaltspflicht zu dokumentieren und regelmäßig darüber Bericht zu erstatten. Dies betreffe jedoch nicht die Endverkäufer, sondern setze weiter vorn in der Produktionskette schon vor den Großhändlern ein.