Mit Baumpatenschaften etwas für den Ort und die Umwelt tun, das ist das Ziel eines von Bürgermeister Christian Dröse initiierten Projekts. Jeder Bürger kann einen Baum spenden. Die ersten drei Bäume wurden im Kirchweg gepflanzt und die Schilder, die unter anderem die Spender benennen, angebracht.

Aus einem Urlaub am Bodensee hatte Bürgermeister Dröse die Idee der Baumpatenschaften mitgebracht. Auch in Bad Säckingen gibt es diese Aktion. Der Rathauschef ging mit Ehefrau Sabine mit guten Beispiel voran, eine private Spende, betonte er. Die Dröses hatten sich eine Sommerlinde ausgesucht, die im Kirchweg nahe der Pfarrkirche St. Zeno gepflanzt wurde. Natalie und Sabine Filippone, die seit drei Jahren den „Herrischrieder Hof“ betreiben, schlossen sich an. Die beiden von ihnen gespendeten Feldahornbäume fanden ihren Platz nahe der Gaststätte.

Jeder Baum wird mit einem Schild versehen. Angelehnt an das Design der Schilder in Bad Säckingen, ziert ein großes Ö für „ökologisch“ die Schilder, in der Mitte des Buchstabens ist das Herrischrieder Wappen zu sehen. Weiter sind auf dem Schild die Baumart, der Spender und das Datum der Spende vermerkt. Zudem ist Platz für Individuelles wie ein vom Spender ausgewählter Spruch.

„Heimat ist Verwurzelung, um blühen zu können und Früchte zu tragen“, diesen Spruch von Otto Baumgartner-Amstad hatten sich die Dröses ausgesucht. Die Sprüche für die anderen Bäume stammen aus der Feder von Spenderin Sabine Filippone: „Kein Platz ist zu klein, um eines Baumes Heimat zu sein“ und „Bäume sind der Hoffnung Gestalt“. Bauhofleiter Karl-Heinz Peduzzi brachte die Schilder an.

Jeder Bürger ist eingeladen, einen Baum zu spenden, die Kosten liegen zwischen 150 und 200 Euro. Es handele sich um eine offizielle Spende, für die eine Spendenquittung erteilt werde, so der Bürgermeister. Im Rahmen dessen, was in der Höhenlage möglich ist, kann der Spender die Baumart in Absprache mit der Stadtgärtnerei Bad Säckingen auswählen. Offen ist, wo die Bäume gepflanzt werden, sie sollen zur Ortsbildverschönerung beitragen. Als möglichen Standort nannte Dröse den Weg zwischen Kinderspielplatz und Freizeitzentrum am Stehlesee, hier könnte eine kleine Allee entstehen, so seine Hoffnung. Auch die Ortsteile kommen als Standorte infrage. Die Baumspende soll die Menschen mit der Gemeinde verbinden und ein Beitrag für die Umwelt sein, erklärte Dröse. So sah es auch Sabine Filipone: „Dort, wo man zu Hause ist, muss man einen Baum pflanzen.“