Der Wettergott hatte am Dienstag ein Einsehen mit den Verantwortlichen der Schellenberger Chilbi, der Freiwilligen Feuerwehr Wehrhalden-Großherrischwand. Pünktlich zum Start wurde es trocken und die Besucher strömten in Scharen zur über 300 Jahre alten Kapelle des Heiligen Wendelin. Regnete es noch am frühen Dienstagmorgen, hellte es sich immer mehr auf und am Nachmittag blinzelte sogar die Sonne immer wieder durch die Wolken. Bei angenehmen Temperaturen waren die Tische und Bänke schnell belegt. Vor diesem großen Publikum feierten die Pastoralreferentin Regina Jaekel zusammen mit der Gemeindereferentin Beate Tasse und dem Kirchenchor Herrischried/Oberwihl einen festlichen Gottesdienst. Dieses Jahr zum Patrozinium des Heiligen Wendelin corona bedingt unter einem Partyzelt im Freien. Beim „Laudato si“ ging die Gemeinde klatschend mit.

Nach der Corona-Pause konnte Peter Weggemann aus Eggingen seine süßen Leckereien wieder an die hungrigen Schleckmäuler zum Kauf anbieten.
Nach der Corona-Pause konnte Peter Weggemann aus Eggingen seine süßen Leckereien wieder an die hungrigen Schleckmäuler zum Kauf anbieten. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Der Föhn blies leicht und man konnte die Pferde riechen, doch sie wurden noch vom Geruch der frisch gegrillten Bratwürste aus der Feldküche der Feuerwehr übertroffen. Mit einem Danklied leitete Pastoralreferentin fließend zur Segnung der Pferde und Traktoren über. Kurz zuvor hatten die drei dunkel mächtigen Langholzlaster der Firma Kunzelmann aus Niederwihl für Unruhe gesorgt. Dachte doch jeder, die haben sich verfahren. Weit gefehlt! Sie reiten sich brav in Reih und Glied ein und wollten auch den Segen für ihre Gefährte im Wald gespendet haben.

Jahrzehntelange Tradition wird fortgesetzt: Familie Stoll verteilt die „Belohnungsmöhren“ an die gesegneten Pferde.
Jahrzehntelange Tradition wird fortgesetzt: Familie Stoll verteilt die „Belohnungsmöhren“ an die gesegneten Pferde. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Das Organisationsteam hielt eine weitere Überraschung bereit: eine gemeinsame Aktion der Welt- und Kirchengemeinde. Die Pastoralreferentin segnete die kürzlich aufgehängte Glocke des Heiligen Josef und Bürgermeister Christian Dröse schlug sie zum ersten Mal an. Inzwischen waren die Schüler der Klasse fünf und sechs der Gesamtschule Hotzenwald eingetroffen. Endlich nach eindreiviertel Jahre Corona-Pause konnten sich die hungrigen Schleckmäuse bei Peter Weggemann aus Eggingen mit süßen Leckereien eindecken. Beim Spielwarenstand herrschte dichtes Gedränge.

Es musste nachgestuhlt werden: Beim sehr gut besuchten Gottesdienst waren sämtliche Plätze auf den Bänken besetzt und um die Mittagszeit wurde es eng.
Es musste nachgestuhlt werden: Beim sehr gut besuchten Gottesdienst waren sämtliche Plätze auf den Bänken besetzt und um die Mittagszeit wurde es eng. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Noch größer war der Andrang bei der FFW-Wehrhalden-Großherrischwand. Der Duft von Currywurst und Pommes lockte die vielen Marktbesucher an. Für die Liebhaber von Süßem stand ein gut sortiertes Buffet mit selbst gebackenen Kuchen und Kaffee bereit. Auch die Pferde kamen nicht zu kurz. Sie bekamen in gewohnter Manier von der Familie Stoll die frischen Karotten vor der Kapelle überreicht.

Gemeinsame Aktion: Pastoralreferentin Regina Jaekel segnete die kürzlich aufgehängte Glocke des Hl. Josef und Bürgermeister Christian Dröse schlägt sie zum ersten Mal an.
Gemeinsame Aktion: Pastoralreferentin Regina Jaekel segnete die kürzlich aufgehängte Glocke des Hl. Josef und Bürgermeister Christian Dröse schlägt sie zum ersten Mal an. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Der Markt war überschaubar. Das tat der Stimmung gar keinen Abbruch. Im Gegenteil, dafür wurde sich umso mehr angeregt unterhalten. Nur eines hatte man an diesem coronabedingt etwas abgespeckten Format vermisst und das waren die kleinen Racker von Kindergarten Wespennest. Sie wollen auf jeden Fall, wenn es die Umstände zulassen, nächstes Jahr wieder dabei sein.