Geplant war ursprünglich bereits eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Neubaus der Herrischrieder Gemeinschaftsschule Hotzenwald. Das Vorhaben wurde dann aber aus Kostengründen zurückgestellt. Nun soll doch eine Photovoltaik-Anlage installiert werden, die die Schule mit elektrischer Energie versorgen soll. Der Gemeinderat sagte in der jüngsten Sitzung und nach der Vorstellung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung mit einer Gegenstimme Ja zur Realisierung der Anlage.

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„Wir sollten nichts übers Knie brechen, aber dennoch schnell entscheiden“, mahnte Bürgermeister Christian Dröse, denn der Baufortschritt erfordere ein rasches Handeln. In der vorigen Sitzung hatte der Gemeinderat eine Wirtschaftlichkeitsberechnung in Auftrag gegeben, die nun den Gemeinderäten einige Aufschlüsse über das Vorhaben gab.

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Bernhard Bauer-Ewert vom gleichnamigen Ingenieurbüro, das der Gemeinde schon bisher als Energieberater zur Seite stand, war als Premiere in Herrischried per Live-Video zugeschaltet. Er legte eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnung vor, die allerdings, bedingt durch Schätzungen, einige Unbekannte enthielt. Vor allem der Selbstverbrauch ist noch ungewiss, ebenso das Verhalten der Anlage bei Schnee.

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Die Berechnung bot den Gemeinderäten aber dennoch genügend Informationen, um das Vorhaben mehrheitlich zu begrüßen. Lediglich Gemeinderätin Hannelore Thiel (FW) sagte Nein. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung des Gewerks und ermächtigte den Bürgermeister, sollte es aus Zeitgründen notwendig sein, dem günstigsten Angebot den Zuschlag zu erteilen.

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Dröse merkte vor der Abstimmung an, dass eine Entscheidung schwierig sei, wenn man sich nicht ganz sicher sei. Er betonte, dass von Kämmerer Roland Frank trotz des angespannten Haushalts die Zusage kam: „Die Finanzierung passt.“ Konkrete Aussagen zu den Kosten, was den Bau der Anlage betrifft, wurden nicht gemacht.

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Bernhard Bauer-Ewert fasste zusammen, dass es eine schöne Sache sei und er nur schwarze Zahlen sehe. Sogar eine geringe Einspeisung von nichtgenutztem Strom ins allgemeine Netz sei möglich, erklärte er. Er errechnete eine Einsparung aus dem Eigenverbrauch von 148.127 Euro pro Jahr. Die Erlöse aus einer Netzeinspeisung gab er mit 27.574 Euro pro Jahr an. Auch die Summe der CO2-Einsparung durch eine Photovoltaik-Anlage und die Emission des Neubau-Betriebs auf 20 Jahre kann sich nach seinen Berechnungen mit 526.535 Kilogramm sehen lassen.

Beifall für die Entscheidung gab es vom Grünen-Gemeinderat Ulrich Gottschalk. Er sagte: „Es sind rentierliche Schulden, die sich von alleine abzahlen.“ Gemeinderat Peter Kohlbrenner (CDU) rechnete aus, dass sich die Anlage in 21 Jahren amortisieren würde.

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