Der Herrischrieder Skilift war am Wochenende annähernd ausgebucht. Die Aktion der Skilift GmbH, die Anlage an einzelne Haushalte stundenweise zu vermieten stößt auf großes Interesse. Lift-Geschäftsführer Albert Schneider zeigte sich am Samstag recht zufrieden: „Keiner von uns muss vom Skilift leben, aber wir haben Kosten die wir decken müssen wie zum Beispiel Versicherungsbeiträge, Wartungsarbeiten und TÜV. Wir hoffen, mit der privaten Vermietung einen Umsatz zu erwirtschaften, der diese Kosten abdeckt.“ Vergleichbar mit einem normalen Skitag sei dies sicherlich nicht. Wenn es gut laufe, könne man etwa ein Fünftel der regulären Umsätze erzielen.

Um die 80 Ausflügler tümmelten sich am Samstagmittag auf dem Rodelhang in Herrischried. Nicht alle sahen die Notwendigkeit eine Maske zu tragen, obwohl es teilweise recht eng zuging.
Um die 80 Ausflügler tümmelten sich am Samstagmittag auf dem Rodelhang in Herrischried. Nicht alle sahen die Notwendigkeit eine Maske zu tragen, obwohl es teilweise recht eng zuging. | Bild: Peter Koch

Schneider konnte berichten, dass beide Lifte am Freitag, dem ersten Tag der neu angelaufenen Aktion, schon gut besucht worden seien. So sei der Kehltannenlift von neun bis 17 Uhr und der Ödlandlift von 12 bis 19 Uhr in Betrieb und gebucht gewesen. Auch für das folgende Wochenende sei der Terminkalender voll.

Auf Bügelhilfe braucht man nicht verzichten, auch wenn man den Skilift exklusiv bucht.
Auf Bügelhilfe braucht man nicht verzichten, auch wenn man den Skilift exklusiv bucht. | Bild: Peter Koch

150 Euro kostet eine private Stunde am Lift. Voraussetzung für eine Buchung ist, dass die Teilnehmer alle aus einem einzigen Haushalt stammen. Dies ist vor Ort nachzuweisen und wird akribisch kontrolliert. In der Regel seien die Gruppen daher drei bis 5 Personen stark, so Schneider, aber es gebe auch Paare die sich dieses exklusive Vergnügen gönnen würden.

Vor dem Skispaß steht die Ausweiskontrolle. Skiliftchef Albert Schneider und sein Team kontrollieren jeden einzelnen Besucher.
Vor dem Skispaß steht die Ausweiskontrolle. Skiliftchef Albert Schneider und sein Team kontrollieren jeden einzelnen Besucher. | Bild: Peter Koch

Eine dieser Familien war Familie Naumann aus Bad Säckingen. Elke und Holger Naumann und ihre Kinder Jan, Maike und Pia nutzten die Gelegenheit und buchten sich eine private Liftstunde am Lift. Elke Naumann freute sich, dass sie diese Möglichkeit hatten, denn wer weiß, ob es diesen Winter überhaupt einen regulären Skitag geben kann.

Bis zu 100 Autos standen am Samstagmittag auf den Parkplätzen des Herrischrieder Freizeitzeitrums. Viele Besucher waren mit ihren Kindern auf dem Rodelhang.
Bis zu 100 Autos standen am Samstagmittag auf den Parkplätzen des Herrischrieder Freizeitzeitrums. Viele Besucher waren mit ihren Kindern auf dem Rodelhang. | Bild: Peter Koch

Während am Skilift also private Atmosphäre vorherrschte, sah dies am Rodelhang anders aus. Eine Zählung am Samstagmittag ergab, dass 80 Rodler zeitgleich am Hang waren. Die meisten trugen Mund-Nase-Schutz, aber nicht alle hielten dies für notwendig, obwohl es teilweise doch recht eng zuging. Auch für Winterspaziergänger schien Herrischried interessant zu sein, denn annähernd 100 Autos standen auf den Parkflächen des Freizeitzentrums. Zu sehen waren größtenteils Waldshuter und Lörracher, vereinzelt auch Freiburger oder Schweizer Kennzeichen.

Der Skilift Herrischried kann gebucht werden über 0152/09892321 und mail@slhe.de.