„Das neue Baugebiet ‚Ackern V‘ ist für Herrischried eine große Sache“, dies merkte Grünen-Gemeinderat Ulrich Gottschalk in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Herrischried am Montagabend an. Bald kann es Realität werden. Der Gemeinderat stimmte einhellig zu, dass das Bebauungsplanverfahren eingeleitet wird.

Die Vorarbeit

In der vorigen Sitzung des Gemeinderats am 22. März stellte die Firma FSP.Stadtplanung aus Freiburg Entwürfe für das Neubaugebiet vor. Jedoch konnte sich der Gemeinderat damit noch nicht anfreunden. Vertreter aller drei im Gemeinderat vertretenen Fraktionen machten sich in den vergangenen Wochen Gedanken darüber, wie das Baugebiet planerisch aussehen könnte. Das Resultat stellte Bürgermeister Christian Dröse am Montagabend vor.

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Kritikpunkte an den Plänen der FSP.Stadtplanung waren vor allem, auch im Hinblick auf die Schneeräumung, die geringe Breite der Straßen und die angedachten Stichstraßen. Auch die Position der vorgesehen Mehrfamilienhäuser traf nicht ganz die Vorstellung der Gemeinderäte.

Noch nicht alles spruchreif

Bürgermeister Christian Dröse sagte zu dem neuen skizzenhaften Entwurf, der in der jüngsten Sitzung vorgestellt wurde, dass noch nicht alles spruchreif sei und der Plan keine detaillierten Festlegungen enthalte, was die Art der Häuser betreffe, aber die Marschrichtung sei dargelegt. Noch sei zudem nicht gesichert dargelegt, wie die Häuser stehen sollen und wo und wie viele Ein-, Zwei- oder Doppelhäuser entstehen sollen. Die Gemeinde will sich dabei noch größtmögliche Freiheit erhalten, um sich so optimal der Nachfrage anpassen zu können. „Wir sollten nur das festschreiben, was unbedingt nötig ist“, betonte Freie-Wähler-Gemeinderat Manfred Krüger. Dies ist auch der Wunsch des gesamten Gemeinderats.

Kinderspielplatz möglich

Klar zu erkennen ist jedoch, dass die Straßenführung der Ringstraße wesentlich breiter ist und auf Stichstraßen gänzlich verzichtet wird. Zwei größere Mehrfamilienhäuser sollen am höchsten Punkt des Geländes, oben am Hang, Platz finden. In die Planung der Gemeinderäte wurde eine Variante der Städteplaner aufgenommen, bei der ein Teil der Fläche, die nur über Stichstraßen erreicht werden könnte, nicht bebaut werden soll. Stattdessen könnte sich der Gemeinderat dort einen Kinderspielplatz für das gesamte Wohngebiet vorstellen.

So geht es weiter

Die weiteren Schritte sehen so aus, dass die Verwaltung das Bebauungsplanverfahren einleitet und dass vor allem die Kriterien für die Bauplatzvergabe erarbeitet werden sollen. Letzteres soll so bald wie möglich erfolgen und in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung diskutiert werden. Danach könnte eine offizielle Ausschreibung des Baugebiets erfolgen. Die Verwaltung setzt dabei auf die Werbung in verschiedenen Medien. Die einzelnen Schritte des Bebauungsplanverfahrens sollen gemeinsam mit dem Gemeinderat bearbeitet werden.