In Sachen Schulen haben sich die Gemeinden Rickenbach und Herrischried zusammengeschlossen. Das Schulprojekt der Gemeinden Rickenbach, mit der Grundschule, und Herrischried, mit der Gemeinschaftsschule Hotzenwald, besitze eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg, betonte der Rickenbacher Bürgermeister Dietmar Zäpernick an der gemeinsamen Gemeinderatssitzung der beiden Gemeinden am Mittwochabend in der Herrischrieder Rotmooshalle.

Die Bürgermeister Christian Dröse, Herrischried, und Dietmar Zäpernick, Rickenbach, Bernd Mugrauer vom Kreisschulamt sowie Marion Kaltenbach, Konrektorin der Grundschule Rickenbach, und Marianne Husemann, Rektorin der Gemeinschaftsschule Herrischried (von links), informierten die Gemeinderäte über die Schulsituation.
Die Bürgermeister Christian Dröse, Herrischried, und Dietmar Zäpernick, Rickenbach, Bernd Mugrauer vom Kreisschulamt sowie Marion Kaltenbach, Konrektorin der Grundschule Rickenbach, und Marianne Husemann, Rektorin der Gemeinschaftsschule Herrischried (von links), informierten die Gemeinderäte über die Schulsituation. | Bild: Charlotte Fröse

Allerdings stößt die noch ungenügende Beförderungssituation der Schüler per Bus auf den Unmut der Gemeinderäte und der Eltern. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe, mit Mitgliedern aus beiden Gemeinderäten, soll zum Thema Beförderung der Schüler per Bus gebildet werden. Zudem wollen beide Schulen noch intensiver und enger zusammenarbeiten.

Die Bürgermeister, Dietmar Zäpernick und Christian Dröse, betonten, dass das „tolle Schulprojekt“ nicht an dem Busproblem scheitern dürfe. Immer wieder gäbe es seitens der Eltern Beschwerden über viel zu lange Busfahrten, beklagten einige der anwesenden Gemeinderäte. Zudem seien die Verbindungen beispielsweise in die umliegenden Gemeinden Görwihl, Strittmatt oder Hänner, nicht wirklich gut. Gerade aber die Gemeinschaftsschule Hotzenwald, in der die Schüler die Möglichkeit haben, die Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss zu erlangen, ist auf Schüler nicht nur aus Herrischried und Rickenbach, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden angewiesen.

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Der ungünstigste Fall trete dann ein, wenn die Schule keine Schüler hätte, meldeten sich Stimmen aus den Reihen der Gemeinderäte. Christian Dröse betonte, dass man in Sachen Schülerbeförderung im Kontakt mit dem Landratsamt sei, um die Verbindungen zu verbessern. „Einige Minuten haben wir rausgeholt, aber mehr wird nicht drin sein“, sagte Dröse zum aktuellen Stand. Langfristig soll das nach der Meinung der Gemeinderäte aber nicht so bleiben.

Ein weiteres Thema war die Frage, wie man den Lehrerberuf auf dem Land attraktiver machen kann. Dröse betonte, dass mit den neu geschaffenen Schulen auch attraktive Arbeitsplätze geschaffen wurden. Ideen sollen nun gesammelt werden, was noch gemacht werden könnte um dies bekannter zu machen. Dazu schlug Zäpernick vor: „Wir müssen bekannt machen, dass es attraktiv ist.“

Marion Kaltenbach, Konrektorin der Grundschule Rickenbach, und Marianne Husemann, Rektorin der Gemeinschaftsschule Herrischried, informierten über die Situation an ihren Schulen. Beide Schulen wollen zukünftig auf vielen Gebieten noch enger und intensiver zusammenarbeiten, betonten Husemann und Kaltenbach. Husemann: „Die Verbindung zur Grundschule ist nicht automatisch da, wir müssen aktiv aufeinander zugehen.“

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Während in Rickenbach der Neubau bereits bezogen werden konnte und der Altbau im nächsten Jahr fertig sein soll, hofft man in Herrischried bald in den Neubau umziehen zu können. Erst dann kann mit der Sanierung des Altbaus begonnen werden. Zur derzeit vakanten Rektorenstelle in Rickenbach, der ehemalige Rektor, Bernd Mugrauer, wechselte zum Schuljahr ins Kreisschulamt, sagte Kaltenbach, dass das Bewerbungsverfahren laufe und wohl schon mindestens eine Bewerbung eingegangen sei.