„Das Jahr 2019 war für die Gemeinde ein gutes Jahr“, stellte Rechnungsamtsleiter Roland Frank bei der Präsentation der Jahresrechnung 2019 in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats fest. Verglichen mit den Vorjahren, wurden ähnliche Ergebnisse erzielt. Das Gesamtergebnis weist ein Plus von 177.325 Euro auf. Der Gemeinderat billigte einstimmig die Jahresrechnung 2019. Die Überschüsse werden in die Rücklagen überführt.

Die Zahlen 2019

34.000 Euro mehr als geplant hat die Gemeinde an Gebühren eingenommen. Dabei spülten die Eishalle und das Hallenbad ein dickes Plus in die Kasse. Der Gemeindewald brachte, bedingt durch den Käferbefall, ein weitaus schlechteres Ergebnis, als es in der Planung vorgesehen war. Die Gewerbesteuer wies im Rechnungsjahr 2019 mit 690.000 Euro einen Hochstand der vergangenen zehn Jahre auf. Die Mehr­erträge kamen aus Nachzahlungen und Anpassungen der Vorauszahlungen zustande. Dies zeuge zwar von einer guten regionalen wirtschaftlichen Lage, in diesem Ausmaß sei jedoch keine seriöse Planung möglich, erläuterte Roland Frank. Bei der Einkommensteuer wurden die Erwartungen nicht erfüllt.

Die Personalausgaben

Gestiegen sind die Personalausgaben. Sie betrugen 1,937 Millionen Euro. Sie lagen damit über dem Vorjahreswert von 1,828 Millionen Euro. Die Personalkosten, umgerechnet auf die Einwohnerzahl, belaufen sich auf 700 Euro pro Einwohner, im Landesdurchschnitt sind es 720 Euro.

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Im Bereich des Schulhausneubaus wurden die geplanten Auszahlungen von 710.000 Euro nicht erreicht. Lediglich Zahlungen in Höhe 408.000 Euro wurden getätigt. Die Belastungen werden jedoch später auftreten.

Auf die Förderung der Kinder und Jugendlichen wird ein Hauptaugenmerk gerichtet. Alle Bereiche des Haushalts zusammengerechnet, ergibt sich ein Betrag von 1.081.000 Euro. Das sind 15,2 Prozent der ordentlichen Aufwendungen. Dies ist der bisher höchste erreichte Betrag, sagte der Amtsleiter.

Ausblick

In seinem Ausblick betonte Frank, dass für das Jahr 2021 ein Minus bereits vorprogrammiert sei, wobei die Corona-Pandemie eine schwerwiegende Rolle spielen werde. Auch der Bau der Schule werde dabei ein wesentlicher Punkt sein. Zukünftige Liquiditätslücken seien nicht ohne Fremdmittel, sprich Kredite, zu schließen. Alles in allem komme es darauf an, was auf die Gemeinde zukomme, resümierte der Rechnungsamtsleiter.

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Frank erläuterte, dass die Ausstattung mit liquiden Mitteln 2019 und wohl auch Ende 2020 gut und besser als in beiden Haushalten geplant sei. Ursache seien zum einen die Kassenmittel eines verbesserten Ergebnishaushalts, zum anderen die zeitlich verschobenen oder später anfallenden Auszahlungen für Investitionen.

Vom Grünen-Gemeinderat Ulrich Gottschalk gab es am Ende der Präsentation großen Dank für den Kämmerer für die „Fleißarbeit“ angesichts der detaillierten Darlegung. Die Gemeinderäte befürworteten einstimmig die Jahresrechnung 2019 und bekundeten die geleistete Arbeit Franks mit Applaus.

In der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 14. Dezember wird der Haushaltsplan 2021 vorberaten und am 25. Januar 2021 erfolgt dann die eigentliche Haushaltsberatung.