Die Spielsaison 2021 des Herrischrieder Vereins Freilichtbühne Klausenhof wird aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie-Lage in den Sommer 2022 verschoben. Dies teilt die Vorsitzende Yvonne Fischer-Lueg mit. Diesen Entschluss dazu hatte der Vorstand zusammen mit dem Autor Markus Manfred Jung bereits Ende Sommer 2020 zum Frühjahr 2021 hin gefasst.

„Wir hatten anfangs die Hoffnung, dass der Sommer 21 bereits wieder ein normaler Sommer werden könnte“, sagt Yvonne Fischer-Lueg. „Dafür müssten wir jedoch unsere Probenzeit im Frühjahr abhalten können, und danach sieht es aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens leider nicht aus“, erklärt sie.

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Allein für die Proben müsste der Verein umfangreiche Hygienemaßnahmen und ein detailliertes Sicherheitskonzept, verbunden mit einem erhöhten Personalbedarf, aufbieten – und dies bei einer unsicheren finanziellen Situation. Der Vorstand hat daher einstimmig entschieden, die Spielsaison 2021 nicht stattfinden zu lassen, und hofft auf das Verständnis der Vereinsmitglieder und Besucher.

Wahlen stehen an

Auch hofft der Vorstand, im angelaufenen Jahr wenigstens eine Hauptversammlung abhalten zu können. Die für März 2020 vorgesehene Versammlung mit Wahlen des halben Vorstands musste bereits abgesagt werden. „Die Wahlen häufen sich an. 2021 muss also der komplette Vorstand gewählt werden“, erklärt die Vorsitzende. Ob damit alle Mitglieder einverstanden sind, wurde bereits per Brief angefragt. Doch die Hauptversammlung hat noch einen anderen Zweck: „Sie ist wichtig, weil wir uns ja zur Stückvorstellung für 2022/23 besprechen sollten.“

Neues Stück in Planung

In diesem Zusammenhang berichtet die Vorsitzende, dass für die Saison 2022 ein völlig neues Stück aus der Feder des Autors Markus Manfred Jung aufgeführt wird. „Es kommt mit tollen neuen Ideen und sogar einigen Fahrzeugen daher“, verrät Yvonne Fischer-Lueg. Jung begeht mit dem geheim gehaltenen, noch namenlosen Stück sein 20-Jähriges. Denn im Jahr 2001/02 trat der Sohn des Heimatdichters Gerhard Jung mit seinem Debüt „Verena Enderlin“ für die Freilichtbühne Klausenhof erstmals in die Fußstapfen des Vaters. Mit Jungs Stück „Strom“ standen die Mitglieder der Freilichbühne Klausenhof zuletzt 2019 auf der Bühne.

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Zuletzt noch eine frohe Nachricht: Der Landesverband der Amateurtheater Baden-Württemberg hat beim Land für alle Mitgliedsvereine eine Corona-Soforthilfe bewilligt bekommen. Darin wurde die Freilichtbühne Klausenhof mit einer Summe von 1100 Euro bedacht, die nun für die Saison 2022 aufgewendet werden sollen. Soll heißen: aufgeschoben ist nicht gleich aufgehoben.