Die Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie sind auch in Herrischrieder in vielen Bereichen deutlich zu spüren, da es etliche Einschränkungen gibt. In der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend unternahm Bürgermeister Christof Berger den Versuch, in den teils verwirrenden Vorgaben einen Überblick über die aktuelle Situation aufzuzeigen. Die sich laufend ändernden Bestimmungen hätten bei den Bürgern, aber auch in der Verwaltung, immer wieder zu Verwirrungen geführt, führte er aus.

Auch die Gemeinderatssitzung fand unter ungewohnten Bedingungen statt. Die Rotmooshalle war ausreichenden Abständen für die Gemeinderäte hergerichtet worden. Mikrofone kamen zum Einsatz, damit Wortmeldungen gehört werden konnten. Beim Eintritt mussten die Hände desinfiziert werden und das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken sowie ein Mindestabstand von 1,5 Metern waren Pflicht.

Hallenbad und Eishalle auf der Kippe

Sorgen bereitet der Verwaltung der weitere Betrieb des Hallenbads und der Eishalle. Das Hallenbad ist derzeit entsprechend der geltenden Verordnung geschlossen. Wann es wieder öffnen kann, steht noch nicht fest und auch nicht, wie ein Betrieb unter Beachtung der Hygienevorgaben möglich sein könnte. Die Eishalle ist seit 13. April geschlossen. Derzeit laufen Revisionsarbeiten. Dabei wurde festgestellt, dass die Fenster auf der Nordseite in keinem guten Zustand seien, wie Bürgermeister Berger erläuterte.

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Dies sei allerdings nicht die einzige Sorge. „Ich hege Zweifel, ob ein Betrieb der Eishalle betriebswirtschaftlich betrachtet überhaupt sinnvoll ist“, sagte Berger. Eine Hochrechnung unter Einhaltung des Abstandsgebots und eines Hygieneplans ergab, dass sich maximal 36 Personen in der 1800 Quadratmeter großen Halle gleichzeitig aufhalten dürften. Ab Ende August wird normalerweise mit den Vorbereitungen für die Eissaison begonnen. Der Gemeinderat wird sich noch vorher über einen möglichen Betrieb Gedanken machen.

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Die Corona-Einschränkungen treffen auch den Campingplatz. Zwar dürfen die Anlagen ab 18. Mai wieder öffnen, aber nur für Wohnwagen oder Wohnmobile. Gemeinschaftseinrichtungen, sprich WC-, Wasch- und Duschräume dürfen nicht benutzt werden.

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Gut geklappt habe der Betrieb im Rathaus, der im Zweischichtbetrieb (vor Ort und im Home-Office) erfolgte, so Berger. Seit dieser Woche ist ein Besuch im Rathaus mit Anmeldung möglich, ab 18. Mai läuft der Normalbetrieb. Berger lobte den Einsatz des Personals, das sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen sei. Auch im Bereich der Ver- und Entsorgung beim Wasser hab es keine Probleme gegeben. Der Kindergartenbetrieb läuft noch als Notbetreuung, er wird sukzessive erweitert. Die Prüfungsjahrgänge besuchen bereits seit 4. Mai wieder die Schule.

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