„Wir stehen am Anfang des größten Projekts für die Gemeinde Herrischried“, sagte Bürgermeister Christian Dröse am Donnerstag in der Eissporthalle und meinte damit den symbolischen Spatenstich für den Ausbau des Ortsnetzes für die Breitbandversorgung. Neben Landrat Martin Kistler waren auch der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner sowie die Landtagsabgeordneten Sabine-Hartmann Müller (beide CDU) und Niklas Nüssle (Grüne) gekommen, um dem feierlichen Ereignis beizuwohnen.

In einem coronabedingt kleinen Rahmen und wetterbedingt in der Eissporthalle fiel der Startschuss für den Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde Herrischried. Neben Landrat und Abgeordneten waren unter anderem auch Gemeinderäte, Vertreter des Zweckverbandes und der atene Kom, die insbesondere in Sachen Förderung in den Ausbau des Breitbandnetzes involviert ist, vor Ort.

Das könnte Sie auch interessieren

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“, dieses Zitat von Mahatma Ghandi stellte Bürgermeister Dröse seiner Ansprache voraus. Ein Zitat, das, wie er sagte, zum Tag des Spatenstichs passe. Die Herstellung von Infrastruktur bezeichnete der Rathauschef als Hauptaufgabe für Bund, Länder und Kommunen. Und: „In der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass wir große Projekte können“, fuhr er fort und sprach damit den Neubau des Schulhauses der Gemeinschaftsschule Hotzenwald mit einer Investition von acht Millionen Euro an. Die nun anstehende Investitionssumme stelle mit 15 Millionen Euro aber alles in den Schatten, trotz der Förderung müsse die Gemeinde 1,5 Millionen Euro selbst tragen. In drei Jahren könne man sagen: „Wir haben die Zukunft unserer Gemeinde gestaltet.“ Der Dank von Bürgermeister Dröse galt allen Beteiligten für die „tolle Gemeinschaftsaktion“.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch Landrat Martin Kistler hatte ein Zitat mitgebracht: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen, sondern möglich machen.“ Das hatte einst Antoine de Saint-Exupéry gesagt. Der Landrat stellte fest: „Heute schaffen wir Zukunft.“ Bei seinem Amtsantritt habe er die Hoffnung gehabt, bis zum Amtsende ein Breitbandnetz im Landkreis zu haben. Denn: „Glasfaser gehört zu der zentralen Infrastruktur, auf die man nicht verzichten kann.“ Gerade die Corona-Pandemie mache deutlich, dass man dies bereits in der Gegenwart haben sollte. Den Breitbandausbau im Landkreis bezeichnete er als stolzes Projekt. „Ich freue mich, dass auch die Gemeinde Herrischried mit auf dem Weg ist. Glasfaser ist eine wunderbare Investition in die Zukunft.“

Beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde (von links): Niklas Nüssle, Martin Kistler, Sabine Hartmann-Müller, Felix Schreiner und Bürgermeister Christian Dröse.
Beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde (von links): Niklas Nüssle, Martin Kistler, Sabine Hartmann-Müller, Felix Schreiner und Bürgermeister Christian Dröse. | Bild: Christiane Sahli

Schreiner äußerte seine Freude, „mal wieder unter Leuten zu sein“. Im Hinblick auf den Ausbau des Breitbandnetzes sagte er: Es sei wichtig, zu kämpfen, am Ziel sei man aber noch nicht ganz. Corona habe schmerzlich gezeigt, dass sich einiges geändert habe und eine schnelle und stabile Internetverbindung nicht zuletzt im Hinblick auf das Homeoffice extrem wichtig sei. Dem stimmte Sabine Hartmann-Müller zu und ergänzte, gerade in dieser Zeit seien auch Kontaktmöglichkeiten über das Internet von großer Bedeutung. Auch wenn die Feierlichkeit in der Eissporthalle stattfand, griffen die Redner für den symbolischen Spatenstich dennoch zur Schippe und trugen sich in das goldene Buch der Gemeinde Herrischried ein.