Obwohl ein schwieriges Abschlussjahr hinter ihnen liegt, haben die 44 Abschlussschüler des Haupt- und Realschulzweiges der Gemeinschaftsschule Hotzenwald ihr Ziel erreicht und konnten am Freitag bei der Entlassfeier in der Rotmooshalle ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Zudem wurden etliche Schüler für gute und herausragende Leistungen ausgezeichnet.

Das Abschlussjahr sei wie für viele Menschen auf der Welt auch für die Schüler ein schwieriges Jahr gewesen. Ein Jahr, in dem sie hätten erleben können, wie Computer in der realen Lebenswelt zum Einsatz gekommen seien, sagte Rektorin Marianne Husemann. Ein Jahr, das aber auch durch Ängste geprägt gewesen sei. „Wir brauchen eine Generation, die den Ängsten mutig ins Auge schaut und verstanden hat, dass man nur weiterkommt, wenn man zusammenhält“, gab Husemann ihren Schülern mit auf den Weg.

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Hauswirtschaftslehrerin Rita Hammer hatte mit ihren Schülern einen Vorhang gestaltet, eine Lock Cabin, ein geschlossenes Haus, wie sie in Anspielung auf den Lockdown sagte. Ein Haus, in dem jeder, auf dem Vorhang symbolisiert durch die Initialen von Schülern und Lehrerin, abgeschlossen in seiner Kabine sitze. Aber jeder sei ein Teil des aus Mustern zusammengesetzten Ganzen. Ihr Wunsch für die Schüler: „Entdeckt neue Muster, um Spuren in der Welt zu hinterlassen“.

Der Klassenlehrer der Hauptschüler, Volker Rieger, erklärte, nun sei das erste Abenteuerbuch des Lebens der Schüler beendet. Sein Lob galt den Schülern, die aus eigenem Antrieb, aber auch mit Unterstützung von Familie und Freunden, ihr Ziel erreicht hatten.

14 Schülerinnen und Schüler aus Haupt- und Realschule hatten sich durch gute und hervorragende Leistungen ausgezeichnet.
14 Schülerinnen und Schüler aus Haupt- und Realschule hatten sich durch gute und hervorragende Leistungen ausgezeichnet. | Bild: Christiane Sahli

„Optimismus heißt umgekehrt Sumsi mit Po“, sagte die Klassenlehrerin der Realschüler, Marie-Christine Hanganu, in Anspielung auf den Spruch einer Tasse, die ihre Schüler ihr geschenkt hatten. Und auch Corona könne man umgekehrt lesen, nämlich An(n)o (lateinisch: Jahr) und Roc (Abkürzung für Grenzwertoptimierung). Das vergangene Jahr sei ein Jahr der Grenzwertoptimierung gewesen: „Ihr habt das Beste aus dieser grenzwertigen Situation herausgeholt“, lobte sie die Abschlussschüler. Auf eine Tasse könne stehen: „Corona umgekehrt gelesen war das Jahr, aus dem man das Beste gemacht hat.“

Bürgermeister Christian Dröse hatte ein Zitat eines chinesischen Philosophen aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus mitgebracht: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, hört man damit auf, treibt man zurück.“ Und: „Ihr habt das mit Bravour gemacht.“ Alles, was man lerne, bringe weiter, helfe einem irgendwann einmal weiter, fuhr der Bürgermeister fort.

„Wir haben unsere Zeit abgesessen und sind stolz auf uns“, sagten die Vertreterinnen der Schüler, Belinda Schäuble und Miriam Kammerer, schmunzelnd. Sie blickten auf eine, wie sie sagten, schöne Zeit mit vielen Erlebnissen wie Klassenfahrten und Tagesausflüge zurück, die zusammengeschweißt hätten.

Nach der Übergabe von Zeugnissen, Belobigungen und Preisen an die jeweils 22 Entlassschüler aus Haupt- und Realsschulzweig verabschiedeten sich die Schüler mit dem Tanz „Jerusalema“.

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