Rechnungsamtsleiter Roland Frank stellte in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend die Jahresrechnung 2020 vor und er hatte gute Zahlen in petto. Trotz oder wegen Corona kann die Gemeinde auf ein super Ergebnis blicken, was Frank nie gedacht hätte das zu erreichen, wie er betonte. Ein großer Teil der Erträge stammen aus den staatlichen Corona-Hilfen. Erfreulich stellte sich auch die Zunahme der Gewerbesteuer heraus, die trotz Corona deutlich über der Planung lag. Bürgermeister Christian Dröse sagte zum Jahresabschluss 2020: „Herrischried gehört haushaltstechnisch zu den Gewinnern in der Corona-Zeit, wir haben Glück gehabt, die Eckdaten haben gestimmt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Roland Frank legte den Gemeinderäten ein umfangreiches Zahlenwerk vor und er erläuterte den Rechnungsabschluss 2020 ausführlich. Er zeigte sich erleichtert darüber, dass im Rückblick auf das schreckliche Corona-Jahr der Haushalt nicht entgleist sei. Zudem betonte er aber auch, dass das Jahr 2020 viele Besonderheiten aufweise, die nicht als Standard in die zukünftigen finanziellen Angelegenheiten der Gemeinde angesehen und zukünftig nicht gehalten werden könnten. „Spätere Haushalte werden negativ werden“, prognostizierte er. Kreditaufnahmen seien zukünftig nicht zu umgehen, auch wenn es wehtäte, mahnte der Rechnungsamtsleiter.

Große Investitionen

Gerade die beiden Großprojekte Neubau der Gemeinschaftsschule Hotzenwald und die Schaffung der Breitbandversorgung seien wichtige große Investitionen, die unbedingt im Auge behalten werden müssten. Der Schulhausneubau hat, Stand heute, eine Höhe von 4.770.984 Euro erreicht. Die Realisierung des Breitbandausbaus hat, ebenfalls Stand jetzt, eine Höhe von 3.436.138 Euro erreicht. Die Aufwendungen für diese beiden Projekte muss die Gemeinde nicht alleine stemmen, dafür können Zuschüsse in erheblichem Umfang abgerufen werden. Nicht zuletzt dadurch, dass 2020 eine Haushaltsperre eingerichtet wurde, was sich als richtig erwiesen habe, und die Tatsache, dass einige Investitionen auf später verschoben wurden, hätten mit zum guten Ergebnis beigetragen. Das positive Ergebnis 2020 fließt in die Rücklagen, da für 2022 mit Mindererträgen bei der Schlüsselzuweisung und einem Mehraufwand bei der FAG-Umlage und ebenso bei der Kreisumlage gerechnet werden müsse. Der Gemeinderat befürwortete ohne Diskussion den Bericht zur Jahresrechnung 2020 und zollte die gute Arbeit des Rechnungsamtsleiters mit Applaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Gesamtergebnis von 7.550.557 Euro ab. Dem stehen Aufwendungen in Höhe von 7.009.434 Euro gegenüber. Der tatsächliche Überschuss beträgt 541.123 Euro, der Haushaltsplan sah einen Überschuss von 40.000 Euro vor. Die Gewerbesteuer ist ein westlicher Eckposten im Haushalt der Gemeinde. Im Haushaltsplan war er mit 500.000 Euro angesetzt. Am Jahresende lag das Steueraufkommen bei 614.000 Euro und mit 143.000 Euro damit deutlich über der Planung. Deutliche Mindereinnahmen mussten Corona bedingt im Bereich der Eishalle und des Hallenbades hingenommen werden, die jedoch mit den staatlichen Corona-Hilfen teilweise ausgeglichen werden konnten. Besser als erwartet gestalteten sich die Verkaufserlöse aus dem Gemeindewald.