Die Pfarrgemeinde lässt aktuell noch über den neuen Kreuzweg in der unteren Kapelle in Hogschür abstimmen. Brigitte Sommer aus Kandel entwarf einen Kreuzweg über 15 „Passagen“, der zurzeit in der Hogschürer Kapelle ausgestellt wird.

Sommer bediente sich hierbei abstrakter Form bis hin zur Gegenstandlosigkeit. Ob dies den Gläubigen in der Mehrzahl zusagt ist die Frage, die die Abstimmung klären soll. Die Frage ist aber auch, ob eine in diesem Maße abstrakte Malerei die Aufgabe, eines bildlich dargestellten Leiden Christi, erfüllen kann, die Gläubigen an das Martyriums ihres Erlösers zu erinnern, Innenschau zu halten und vielleicht sich emotional erweichen zu lassen für die Leiden der Welt und der Menschen die darin leben.

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Und genau dies wolle sie erreichen, sie wolle dem Betrachter klar machen, dass der Kreuzweg aktuell sei und jeder ihn gehe. Ihre Bilder sollten den Menschen zum Nachdenken bringen, die Fragen könnten lauten: „Wann habe ich verurteilt? Ist Helfen eine Bürde oder ein Selbstverständnis?“, erklärt sie ihre Intensionen.

Jesus stirbt am Kreuz – „sterben“, so nennt Künstlerin Brigitte Sommer die 12. Station ihres Kreuzweges, der in der unteren Kapelle in Hogschür gezeigt wird.
Jesus stirbt am Kreuz – „sterben“, so nennt Künstlerin Brigitte Sommer die 12. Station ihres Kreuzweges, der in der unteren Kapelle in Hogschür gezeigt wird. | Bild: Peter Koch

Sie habe sich bei den Farben für die Haupttöne Orange, Braun und Rot entschieden, da diese Farben Freude und Hoffnung symbolisierten, so Sommer. Als Kind habe sie der Kreuzweg in der Kirche beängstigt, eine Angst die sie nicht greifen konnte. Daher sei ihr das Thema Hoffnung wichtig und sie habe aus diesem Grund eine 15. Station erschaffen, die der Hoffnung Ausdruck verleihen soll, „Leben“.

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Aktuell gebe es ein Unentschieden, erklärt Pfarrsekretärin Helga Stoll. Es hätten sich bisher 14 Gemeindemitglieder bei ihr gemeldet. Neun davon seien aus Hogschür, aber es gebe auch Rückmeldungen aus anderen Ortschaften. Die Hogschürer scheinen den Kreuzweg hierbei eher abzulehnen, da alle bisherigen Neinstimmen aus Hogschür selber kamen. Sie würde sich freuen, wenn sie noch mehr Rückmeldungen bekäme, damit auch ein realistisches Meinungsbild abgebildet werden könne, so Stoll und sie ergänzt, dass mindestens diese Woche noch besichtigt und unter 07764/221 abgestimmt werden könne. Ein konkretes Zeitfenster gebe es nicht, da die Aktion aber seit Anfang September laufe, rechne sie damit, dass die Meinungsumfrage in naher Zukunft beendet werde.

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