Seit 2016 ist Herrischried eine von inzwischen sieben Fairtrade-Towns im Landkreis Waldshut. Die Seelsorgeeinheit St. Wendelinus Hotzenwald will es nun der politischen Gemeinde gleichtun. Ein Kreis von Kirchengemeindemitgliedern verständigte sich im Rahmen eines ersten Treffens am Dienstag auf die Etablierung einer von der Erzdiözese Freiburg ins Leben gerufene Initiative unter dem Titel „Fair-Nah-Logisch – damit die Zukunft allen schmeckt“.

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Ziel der 2016 ins Leben gerufenen Initiative soll sein, dass Kirchengemeinden, Einrichtungen, Bildungswerke und Verbände in der Erzdiözese unterschiedichsten Produkte, vorwiegend Lebensmittel, nach fair produzieren und gehandelten, regionalen sowie ökologischen Kriterien nutzen.

Für die Implementierung der Initiative scheinen in der Seelsorgeeinheit beste Voraussetzungen zu bestehen. Pfarrgemeinderat Markus Huber, Mitglied des neuen Fair-Nah-Logisch-Teams war von Beginn an in der Steuerungsgruppe der Herrischrieder Fair-Trade-Gemeinde aktiv. Die Verwendung fair gehandelter und ökologischer Produkte sei für die Kirchengemeinde nichts Neues, erklärt Huber. Die Teilnahme einer Kirchengemeinde sei sogar eine Voraussetzung für die Zertifizierung der Fairtrade-Town gewesen. „Es ist in der Kirchengemeinde aber noch nicht organisiert“, fügt er hinzu.

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Dies soll sich jetzt ändern. Huber stellte seinen Teamkollegen Dorothee Vollmer, Georg Beck und Jan Tits eine von der Erzdiözese vorgeschlagene Liste vor, die von fairen Pfarrfesten, Pfarrcafés und Sommerlagern über ökologische Pfarrbüros und Pfarrgärten bis hin zum Einsatz des Fair-Trade-Gedanken in Gottesdiensten, Bildungsveranstaltungen sowie Kommunions- und Firmvorbereitungen reicht. Unterstützt werden die Bemühungen des Teams vor Ort vom Fair-Trade-Referat der Erzdiözese. Neben der Entsendung von eigens geschulten „Botschafter und Botschafterinnen der Schöpfung“, die die Gemeinden bei der Umsetzung unterstützen, steht die Erzdiözese mit praktischen Tipps zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Seelsorgeeinheit berechtigt, die von der Diözese eingerichtete öko-faire Einkaufsplattform „Wir-kaufen-Anders“ zum Einkauf etwa von Lebens- und Reinigungsmitteln oder Büromaterialien zu nutzen.

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Nach Durchlaufen eines Start-Up-Prozesses winkt die Übergabe einer vom Erzbischof Stephan Burger unterzeichneten Urkunde. Den Segen des Pfarrgemeinderates hat das Team laut Huber bereits eingeholt. Der nächste Schritt besteht in der Erstellung eines Jahresprogramms. Anknüpfen will das Team dabei an den bereits erfolgreich durchgeführten Veranstaltungen wie Communitas im November 2019 sowie der Kooperation mit dem Steuerungsgruppe von Fairtrade-Town. Eine weitere Maßnahme ist die Überarbeitung einer Einkaufsliste, anhand derer sich Bürger über das Fair-Trade-Produktsortiment regionaler Anbieter informieren können.

Initiative der Erzdiözese Freiburg im Internet (www.fair-nah-logisch.de)