Christian Dröse ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Herrischried. Im zweiten Wahlgang setzte sich der 41-jährige CDU-Gemeinderat am Sonntag mit 51 Prozent knapp gegen den einzigen verbliebenen Mitbewerber durch, den 61-jährigen FW-Gemeinderat Manfred Krüger. Für Krüger stimmten 48 Prozent der Wähler. Die Wahlbeteiligung lag mit 54,6 Prozent um 4,5 Punkte unter der des ersten Wahlgangs.

Viel knapper hätte das Ergebnis nicht ausfallen können: Mit nur 34 Stimmen und drei Prozentpunkten Vorsprung wählten die Herrischrieder Christian Dröse zu ihrem neuen Bürgermeister. Gegenüber dem ersten Wahlgang am 19. Juli konnte Dröse damit 40 Stimmen hinzugewinnen. Sein Mitbewerber Krüger aber legte im Endpurt sogar um 109 Stimmen zu und machte den Wahlabend damit richtig spannend. Bei den 411 Urnenwählern lag Krüger sogar mit einer Stimme vor Dröse. Dieser gewann aber bei den 720 Briefwählern und damit die Wahl.

Christian Dröse macht bei der Bekanntgabe des Ergebnisses einen Luftsprung.
Christian Dröse macht bei der Bekanntgabe des Ergebnisses einen Luftsprung. | Bild: Sandhya Hasswani

Den beiden Bewerbern war die enorme Spannung anzusehen, ehe der amtierende Bürgermeister Christof Berger gegen 19 Uhr in der Eissporthalle das vorläufige amtliche Endergebnis verkündigte. Zuvor hatte Berger noch einmal die 150 Besucher in der Halle eindringlich auf die Corona-Abstandsgebote hingewiesen. Weil die Zahl jener Personen, die sich in der Halle aufhalten durften, streng begrenzt war, warteten viele Herrischrieder vor dem Eingang der Eissporthalle.

Die Musikkapellen aus Hogschür (vorn) und Herrischried spielen das Ständchen für den neugewählten Bürgermeister.
Die Musikkapellen aus Hogschür (vorn) und Herrischried spielen das Ständchen für den neugewählten Bürgermeister. | Bild: Sandhya Hasswani

Auch die Gemeinde hatte offenbar hinzugelernt. Hatte der erste Wahlabend am 19. Juli noch etwas von Volksfest, so wurde nun auf Bewirtung an Tischen und ein Unterhaltungsprogramm verzichtet und alles drehte sich um die Wahl und ihr Ergebnis. Doch natürlich durften trotzdem Ständchen der Musikkapelle Herrischried und der Trachtenkapelle Hogschür für den neugewählten Bürgermeister nicht fehlen, und auch die Feuerwehr grüßte den neuen Bürgermeister mit dem Martinshorn.

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„Jetzt ist es geschafft! Ein weiter Weg liegt hinter mir“, erklärte der Wahlsieger in seiner kurzen Ansprache. Wegen der Corona-Pandemie sei es ein sehr spezieller Wahlkampf gewesen. Doch es fühle sich gut an, der neue Bürgermeister für Herrischried zu sein, sagte Christian Dröse. Seinen Mitbewerbern Manfred Krüger und aus dem ersten Wahlgang Annekatrin Mickel bot er Zusammenarbeit an. Und dann spendierte der neugewählte Bürgermeister Freigetränke für alle.

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Eine lange Schlange Herrischrieder Bürger gratulierte dem Wahlsieger per Ellbogen-Check. Zu den ersten Gratulanten gehörte Landrat Martin Kistler. Er erklärte in seinem Grußwort, die Herrischrieder hätten bei dieser Bürgermeisterwahl eine gute Auswahl gehabt, die Gemeinde habe die wegen Corona schwierige Situation sehr gut bewältigt.

Christian Dröse zusammen mit Frau Sabine und den Söhnen Fabian (links) und Felix.
Christian Dröse zusammen mit Frau Sabine und den Söhnen Fabian (links) und Felix. | Bild: Sandhya Hasswani

Fast alle Bürgermeister der Herrischrieder Nachbargemeinden waren gekommen, um ihrem neuen Kollegen zu gratulieren: Alexander Guhl aus Bad Säckingen, Michael Thater aus Wehr, Carsten Quednow aus Görwihl, Dietmar Zäpernick aus Rickenbach und Adrian Schmidle aus Murg. Todtmoos war durch Altbürgermeister Herbert Kiefer vertreten.

Weitere Grußworte kamen vom katholischen Pfarrer Bernhard Stahlberger und von der Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller. „Vergessen sie nicht: Es braucht ein Miteinander“, schrieb der Pfarrer dem neuen Bürgermeister ins Stammbuch. Hartmann-Müller gratulierte ihrem CDU-Parteifreund zu dem “guten Ergebnis“.