Kinder und Jugendliche probieren Dinge gerne selbst aus – und gehen ihnen so auf den Grund. Wenn Schüler im Unterricht eigene Experimente machen können, verstehen und lernen sie besser. Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) unterstützt deshalb den naturwissenschaftlichen Unterricht an der Gemeinschaftsschule Hotzenwald mit 1500 Euro.

Wofür wird das Fördergeld verwendet?

Mit der Summe werden Molekülbaukästen und Leitfähigkeitsprüfer finanziert. Schulleiterin Marianne Husemann hatte das Geld beantragt und freut sich jetzt über die Förderung. Dies teilen die Verbände der Chemie- und Pharma-Industrie Baden-Württemberg mit.

Tobias Pacher, der bei den Verbänden der Chemie- und Pharma-Industrie in Baden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie leitet, sieht die Unterstützung an der Gemeinschaftsschule Hotzenwald durch den Fonds am richtigen Platz: „Schülerinnen und Schüler haben mehr Spaß am Lernen, wenn sie experimentieren können. Wir als Chemiebranche unterstützen das praxisorientierte Arbeiten, weil die Unternehmen auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sind. Dabei ist die richtige Ausstattung an den Schulen wichtig“, erklärt er.

Pacher empfiehlt jedem Fachlehrer, einen Antrag auf Unterstützung durch den Fonds zu stellen.

Wer kann die Förderung beantragen?

Allgemeinbildende Schulen mit dem Fach Chemie können einen Antrag an den Fonds stellen und alle zwei Jahre bis zu 2500 Euro erhalten. Der FCI übernimmt im Rahmen der gewährten Förderung beispielsweise Kosten für Geräte, Chemikalien, Fachliteratur, Software oder auch Molekülbaumodelle.

Der Neubau der Herrischrieder Gemeinschaftsschule.
Der Neubau der Herrischrieder Gemeinschaftsschule. | Bild: Charlotte Fröse

Als Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) unterstützt der FCI seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds zahlreiche Stipendien und fördert die akademische Chemieforschung in Deutschland.

Im Jahr 2001 hat der FCI die „Schulpartnerschaft Chemie“ gestartet, die aus einem ganzen Bündel von Fördermöglichkeiten besteht. Damit hilft die chemische Industrie Lehrkräften und Schulen, den Schulunterricht spannend und lebensnah zu gestalten.

In das Schulförderprogramm sind seit dem Beginn im Jahr 2001 insgesamt 43 Millionen Euro zur Förderung eines modernen Chemieunterrichts geflossen. Mit knapp der Hälfte (20 Millionen Euro) unterstützte die „Schulpartnerschaft“ den Chemie- und Sachkundeunterricht an mittlerweile rund 8200 Schulen – von der Grundschule bis zu Gymnasien und Berufsschulen.

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