Aus dem Wehrataler Hof kann schon bald eine private Akutklinik für Eltern und Kinder in den Bereichen Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und ganzheitliche Psychiatrie entstehen. Der Antrag zur Nutzungsänderung wurde von den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung einstimmig ohne weitere Diskussion angenommen. Im Vorfeld hatte bereits der Ortschaftsrat den Antrag gutgeheißen.

Bürgermeister Christian Dröse erklärte, dass sich das Grundstück in Wehrhalden zurzeit zwar im Außenbereich befinde, dieser Umstand werde sich jedoch ändern, da durch die im Prozess befindliche Aufstellung eines Flächennutzungsplanes für das Gebiet, die Fläche dann als Innenfläche und als gemischte Baufläche ausgewiesen wird.

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Grünen-Gemeinderat Ulrich Gottschalk bedauerte, dass nach der Umnutzung ein Traditions-Gasthaus nicht mehr für den Tourismus zur Verfügung stünde. Er führte weiter aus, dass allerdings eine private Klinik durchaus steuerliche Vorteile für die Gemeinde brächte. Gottschalk befürchtet jedoch, dass durch die Aufnahme von gesetzlich Versicherten dieser Umstand umgangen werden könnte. Gemeinderat Manfred Krüger (FW): „Wichtig ist, dass das Haus wieder in Betrieb geht.“

Zeitplan für Klinik

Auf Nachfrage des SÜDKURIER berichtete Klinikdirektor Gerhard Grauel (67), dass er eine Eröffnung der Klinik für Anfang April als realistisch sehe. „Der Plan ist es, im Inneren Räume neu zu definieren“, sagte Grauel. Zudem soll ein Kindergarten eingerichtet werden. Durch den positiven Bescheid sei dies nun möglich. Im Außenbereich sollen keine Veränderungen erfolgen. Der Antrag für eine Konzession sei gestellt und werde in Kürze erwartet, erklärte Gerhard Grauel.

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Bereits im Oktober vergangenen Jahres sei die Idee zu der Klink entstanden. Eine Immobilie in Badenweiler sollte dazu angemietet werden. Aus dem Vorhaben wurde jedoch Anfang dieses Jahres nichts. Kurzfristig konnte die Immobilie in Wehrhalden für das Projekt gefunden werden. Mit dem Inhaber des Wehrhalder Hofs, Reinhard Frommherz, hatte Grauel schon einmal im November vergangenen Jahres Kontakt bezüglich seines Projekts aufgenommen und so konnte das Klinik-Projekt doch noch starten. Die Immobilie in Wehrhalden wird zunächst gepachtet, berichtet Grauel. Wenn das Projekt Erfolg habe, könnte auch ein käuflicher Erwerb in Erwägung gezogen werden. Dazu müssten jedoch erst einmal die nächsten zwei bis drei Jahre abgewartet werden.

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