Die Schellenberger Chilbi war am Dienstag der krönende Anschluss der diesjährigen Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Wendelin. Schon vor Tagen reiste die Familien Maise aus Niederwihl und Lauber aus Altenschwand nach Hale in Tansania zur Einweihung der neuen St. Wendelin Kirche.

Großer Andrang: Einige Gottesdienstbesucher mussten vor der großen Kirche (Festzelt) stehen, als die Kinder vom Kindergarten Wespennest in Kleinherrischwand zur Chilbi dazustießen.
Großer Andrang: Einige Gottesdienstbesucher mussten vor der großen Kirche (Festzelt) stehen, als die Kinder vom Kindergarten Wespennest in Kleinherrischwand zur Chilbi dazustießen. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Da der Namenstag des Patrons der Hirten und Haustiere dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, wallfahrteten am Wochenende 29 Gläubige aus der Kirchengemeinde St. Wendelin Hotzenwald zur Basilika St.Wendel im Saarland. Zur Segnung vor dem Klausenhof hatten sich schon früh neben 16 Traktoren, 23 Pferde und zwei wunderschöne Gespanne eingefunden. Die traditionell überreichten Möhren von der Familie Stoll waren in diesem Jahr ausreichend vorhanden. Pünktlich setzte sich die Prozession vom Klausenhof Museum zur über 300 Jahre alten Wendelinus Kapelle in Bewegung. Die Feuerwehr Wehrhalden-Großherrischwand hatte wieder die Organisation übernommen.

Besonderes Flair

Die räumliche Nähe, der nahtlose Übergang von der kirchlichen Veranstaltung mit Reiterprozession in das kleine überschaubare Marktgeschehen, das ist der besondere Flair der Schellenberger Chilbi. Das ist vielen Besuchern eine weite Anreise wert. Nach dem Festgottesdienst erfolgte die offizielle Eröffnung des Marktes mit zahlreichen Ständen.

Markt mit großem Angebot

Verkauft wurden wieder Holz- und Lederwaren, Alpaka Wolle, Honig und Hotzenwälder Wildspezialitäten. Von allen etwas, aber nur ein Mal. Die Gesamtschule Hotzenwald war mit zwei Klassen vertreten und sie servierten köstliche Kürbissuppe, die verführerisch nach Ingwer duftete. Die Sonne blinzelte immer mal wieder durch die Wolken und die zahlreichen Besucher plauderten lange über Vergangenes. Sie ließen es sich für einen Nachmittag gut gehen.