Bereits im Mai erhielt die katholische Kirchengemeinde St. Wendelinus Hotzenwald die Schenkung. Der Corpus stammt als Schenkung zur freien Verwendung aus dem Nachlass einer Rickenbacherin, hing jedoch früher am Eschbachhof (heute Hof Berg-Garten), ebenfalls in Großherrischwand. Zunächst wurde er eingelagert. Helmut Eckert, Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Kultur als Vorsitzender des Fördervereins Klausenhof, wurde angefragt, ob nicht der Klausenhof ein geeigneter Ort wäre. Aber dort gab es bereits am Südgiebel ein Kruzifix.

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Also wanderte der Corpus in den dortigen Fundus. Oder eben nicht ganz – denn auf dem Weg dorthin begegnete Helmut Eckert Franz Landis, der direkt oberhalb vom Klausenhof wohnt: „Franz, i hab a kryz für di!“. Am Ende dieser Begegnung ist es ausgemacht. Der Corpus erhält einen würdigen Platz am Haus Schellenbergstraße 3. Die Kirchgemeinde stimmte diesem Vorhaben zu.

Wunsch geht in Erfüllung

Für Franz Landis erfüllt sich damit ein seit 30 Jahren gehegter Wunsch. In dem von seiner Familie bewohnten Haus beziehungsweise an gleicher Hofstelle lebten einst drei fromme Damen der Familie Siebold: Maria Siebold (*1890), Anna Siebold (*1894) und Berta Siebold (*1896). Unter Pfarrer Nikolaus Rombach, der 1925 das Kirchspiel übernahm, betreuten diese über viele Jahrzehnte die Schellenberger Kapelle als Messmerinnen. Sie richteten den Altar her, sorgten für die Blumenarrangements, versorgten die Kerzen, hielten die Kapelle rein. Mit zunehmendem Alter wurde die Arbeit beschwerlich. Hilfe erhielten sie von der jungen Josefine Landis, Franz Landis späterer Frau und geborene Siebold. Von 1956 bis 1986 haben beide dann gemeinsam die Kapelle betreut.

Dank für gelebten Glauben

Als Erinnerung und Dank an diese Arbeit hängt nun der Corpus am Haus. Fast also am Klausenhof und weithin sichtbar für alle Vorbeikommenden, die dadurch „im Glauben reifen mögen“, wie es Susi Schubert, Gemeindereferentin der Seelsorgeeinheit Laufenburg-Albbruck (in Vertretung für den im Urlaub weilenden Pfarrer Stahlberger) in ihrer Segnung formulierte. Christlicher Glaube werde damit öffentlich sichtbar. Mit einem Vater Unser nahm die Familie Landis im Beisein von Ortsvorsteher Klaus Baumgartner und Initiator Helmut Eckert den Corpus am Haus auf. Michael Dannenberger, Zimmermann aus Herrischried, hat den Corpus angebracht. Momentan wird noch das Kreuz dazu hergerichtet. Dann ist ein neues Wahrzeichen Großherrischwander Ortsgeschichte vollständig.