Der Orkan mit heftigen Böen, der in der Nacht über den Hotzenwald fegte, war abgeflacht, aber immer wieder gingen heftige Graupelschauer nieder. Das hatte der Stimmung am Sonntag auf dem Weihnachtsmarkt am Klausenhof in Herrischried keinen Abbruch getan. Alle 21 Stände wurden in die wind- und wettergeschützten Räumlichkeiten des Hofes, der Säge, Schmiede und in den Wagenschopf verlegt. "Es gab nur vier Absagen und die waren mehrheitlich krankheitsbedingt", berichtete Marlies Eckert vom veranstaltenden Förderverein Freilichtmuseum Klausenhof.

<strong>Deftiges zum Aufwärmen:</strong> Der Loipenverein Hotzenwald verkaufte neu die Bohnensuppe in Edelstahlschüsseln. Bilder: Hans-Jürgen Sackmann
Deftiges zum Aufwärmen: Der Loipenverein Hotzenwald verkaufte neu die Bohnensuppe in Edelstahlschüsseln. Bilder: Hans-Jürgen Sackmann | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Nur der herrliche Duft nach frischem Brot von "Bäckermeister" Markus Huber aus seinem selbst gebauten Ofen wurde schmerzlich vermisst. Seine Weihnachtsweckle fielen leider dem Wetter zum Opfer. Sehr wichtig war, dass der Strom nicht ausgefallen war, wie in der Nacht rund um Waldshut. Die Stände und die niedrigen Räume im Freilichtmuseum waren liebevoll ausgeleuchtet.

<strong>Die kleine Hexe aus Öflingen:</strong> auch Sabine Brix genannt, machte selbst Gebrauch von ihren Armstulpen, denn im offenen Wagenschopf war es doch etwas frisch.
Die kleine Hexe aus Öflingen: auch Sabine Brix genannt, machte selbst Gebrauch von ihren Armstulpen, denn im offenen Wagenschopf war es doch etwas frisch. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Es wurde wieder sehr viel Handarbeit angeboten. Die Auswahl reichte von weißen Spitzendecken, filigrane gehäkelte Engelchen, Woll- und Filzprodukten bis hin zu den Geschenken des Glasbläsers. Eine sehr breite Palette an selbst hergestellte Leckereien, wie der verführerisch duftende Speck, leckeren Honig und ausgefallenen Likören rundete das Angebot des Weihnachtsmarkts ab.

<strong>Zauberhaftes im Kuhstall:</strong> Susi Schaulin aus Wutöschingen bot auch dieses Jahr ihre filigran gehäkelten Engelchen zum Verkauf an.
Zauberhaftes im Kuhstall: Susi Schaulin aus Wutöschingen bot auch dieses Jahr ihre filigran gehäkelten Engelchen zum Verkauf an. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Wer durchgefroren war, konnte sich beim Glasbläser Dirk Bürklin in seiner gut geheizten Werkstatt wieder von außen aufwärmen, oder von innen bei einer heißen Bohnensuppe beim Loipenverein in der Schmiede.

"Letztes Jahr war es viel schlimmer, da kamen wegen Glatteis ganz wenige zum Markt und wir sind mit Anzahl Besucher ganz zufrieden", resümierte eine Verkäuferin. "So tolles Wetter wie beim Erntemarkt kann man nun mal Mitte Dezember nicht erwarten".