„Wir haben uns im Rahmen der jährlichen Sommerfreizeit gefragt, was wir mit den Kindern machen“, sagt Claudia Nissen, die mit ihrem Mann Daniel das Kinderhüsli in Herrischried leitet. „Und da sind wir auf die Projektwoche Kinderrechte im SOS-Kinderdorf Caldonazzo gestoßen.“ Warum dem Kinderhüsli das Thema Kinderrechte so wichtig ist? „Die Kinder, die bei uns wohnen, kommen teilweise mit schlimmen Erfahrungen zu uns und haben nicht erlebt, dass auch sie Rechte haben“, sagt Claudia Nissen.

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„Wir betreuen Kinder, die eine konkrete Unterversorgung erlebt haben oder Missbrauch und Gewalt erfahren haben und im besonderen Kinder, die im Sinne eines konkreten Kinderschutzauftrages geschützt untergebracht, betreut und gefördert werden müssen“, ergänzt Daniel Nissen. „Das Team des Kinderhüsli bietet daher einen Schutzraum in dem Kinderrechte und Kinderschutz täglich gelebt werden.“ Aber wie wird das Thema außerhalb des Kinderhülis aufgegriffen? Im SOS-Feriendorf am Caldonazzo-See in Italien kommen bis zu 1000 Kinder aus ganz Europa zusammen, um über das Thema Kinderrechte zu diskutieren.

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„Wir wollen den Kindern mit dem Projekt die Chance geben, für sich zu lernen und anzunehmen, dass auch sie Rechte besitzen“, so Nissen. Zu diesen Rechten gehören unter anderem das Recht auf Fürsorge und eine gewaltfreie Erziehung, auf Gesundheit, Bildung sowie Spiel und Freizeit. Für die zwölf Kinder, die im Kinderhüsli wohnen, hofft Claudia Nissen beim Kinder-Wettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus auf einen Gewinn. „In Caldonazzo warten auf die Kinder Workshops, Theaterspiele und kreative Angebote“, sagt Nissen. Nach der Freizeit sollen Arbeitsmethoden und Ideen mit ins Kinderhüsli genommen werden und das Thema anhand von Projekttagen lebendig halten.